Klientel: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 18. März 2019, 15:46 Uhr
Frequenzangaben
| Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals. | |
| sporadisch | 4% und weniger |
| kommt (selten) vor | 5%–20% |
| gebräuchlich | 21%–50% |
| üblich / mehrheitlich | 51%–95% |
| (fast) ausnahmslos | 96%–100% |
| * | unter Schwellenwert (absolute Belegzahl) |
Arealkürzel
|
A: Österreich
Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)
Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Kärnten, Steiermark
Wien, Niederösterreich, Burgenland BELG: Belgien
Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen
Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen
Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)
Bayern LIE: Liechtenstein |
Klientel Genus: das A, D; die überall; –/–, -en/-en
Das Substantiv Klientel wird mit femininem oder neutralem Genus gebraucht (vgl. Genus bei Fremdwörtern). Die feminine Variante die Klientel wird überall mehrheitlich verwendet, in CH, STIR*, LUX* und BELG* ist das Femininum fast ausnahmslos im Gebrauch: Gewerkschafter, Bähnler und Pöstler bildeten einst die klassische Klientel der WBG. (St. Galler Tagblatt). Besonders die Lkw-Fahrer gehören zur Klientel. (Rheinische Post). Daneben ist in A und D auch die neutrale Variante das Klientel gebräuchlich, etwas seltener in D-nordwest, A-mitte und A-südost: Die Trophäenschau mit Hörnern und präparierten Tieren war nicht nur Anziehungspunkt für das junge Klientel. (Thüringer Allgemeine).
Beispielbelege
- das Klientel
- Auf diese Art sollen sich die Einsatzkräfte besser in ihr betagtes Klientel hineinversetzen und ihr Empfinden bezüglich persönlicher Sicherheit besser nachvollziehen können. (Vorarlberg Online).
- Die Schulen im Bezirk und die Anrainer fürchten, dass das Bordell ein Anziehungspunkt für zweifelhaftes Klientel wird. (Kurier, Oberösterreich).
- Das Klientel hat sich gewandelt. (Freie Presse).
- Auch die Caritas sorgte sich um ihr Klientel. (Nürnberger Nachrichten).
- Das Proviantbachquartier ist in, die Blöcke weitestgehend saniert, es entstanden neue Stadthäuser und es zog ein neues Klientel ein. (Augsburger Allgemeine).
- die Klientel
- Die Klientel des Kultur- und Begegnungszentrums hingegen fand den Weg kaum ins Restaurant. (Basellandschaftliche Zeitung).
- Nach dem Verkauf des Schwesternheimes durch die Barmherzigen Brüder soll das Gebäude aus den 1980ern in ein soziales Wohnprojekt umgewandelt werden, in dem eine junge Klientel kostengünstige Garconnièren samt Balkon vorfindet. (Kurier, Burgenland).
- Für die Wassersportler, auch nicht unbedingt eine gesellschaftsdurchwobene Klientel, haben Parlament und Stimmvolk grosszügig mit der Vorfinanzierung den Weg geebnet für den Schlosshafenausbau. (St. Galler Tagblatt).
- Das Luxussegment ist dagegen relativ klein – denn mit zahlungskräftiger Klientel aus Asien ist kaum zu rechnen. (Der Tagesspiegel).
- Wohnmobilisten gelten in der Regel als zahlungskräftige Klientel – sie kaufen ein, gehen Essen, nutzen Freizeitangebote. (Ostfriesen-Zeitung).
Karten
Frequenztabelle
| Arealkürzel |
|---|
|
A: Österreich
Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)
Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Kärnten, Steiermark
Wien, Niederösterreich, Burgenland BELG: Belgien
Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen
Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen
Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)
Bayern LIE: Liechtenstein |
| Spezielle Markierungen und Abkürzungen |
|---|
Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier. |
| Korpus und Quellen |
|---|
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Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier. |
| Rundungsdifferenzen |
|---|
| Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%. |
| Areal | das Klientel | die Klientel |
|---|---|---|
| BELG | 0% | 100% (u.S.) |
| STIR | 0% | 100% (u.S.) |
| LUX | 0% | 100% (u.S.) |
| LIE | 0% (k.B.) | 0% (k.B.) |
| CH | 3% | 97% |
| A-ost | 25% | 75% |
| A-mitte | 10% | 90% |
| A-südost | 13% | 87% |
| A-west | 38% | 62% |
| D-nordwest | 16% | 84% |
| D-südwest | 25% | 75% |
| D-mittelost | 34% | 66% |
| D-nordost | 34% | 66% |
| D-mittelwest | 30% | 70% |
| D-südost | 42% | 58% |
Siehe auch
- Grundlagenartikel: Genus (oder direkt Unterkapitel Genusschwankungen: Variation des Genus bei Substantiven im Deutschen)
- Überblicksartikel: Genus bei Fremdwörtern
- Einzelartikel: App, Barometer, Blackout, Blog, Bonbon, Comic, Dress, Event, Final / Finale, Flair, Gaudi, Gulasch, Gummi, Joghurt, Kader, Kataster, Laptop, Level, Magistrat, (E-)Mail, Match, Perron, Prospekt, Radar, Radio, Rollo, Samba, Schlamassel, Service, Silvester, SMS, Spray, Terminal, Tram, Trasse / Trassee, Viadukt, Virus