Von Beginn an / von Beginn weg: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Variantengrammatik des Standarddeutschen
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Version vom 17. April 2020, 16:37 Uhr


Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

von Beginn an überall; von Beginn weg A, CH, LIE

Die Fügung von Beginn kann ohne Bedeutungsunterschied mit nachfolgendem an oder mit nachfolgendem weg verwendet werden (vgl. Präpositionen; Phraseologismen): Der VfB startete ungewohnt nervös und lief von Beginn an einem Rückstand hinterher. (Thüringer Allgemeine). Montlingen spielte von Beginn weg mit vielen jungen Talenten. (St. Galler Tagblatt). Dabei wird die Variante von Beginn an fast überall mehrheitlich bis fast ausnahmslos verwendet. Nur in CH ist die Variante von Beginn weg mehrheitlich im Gebrauch, seltener kommt sie auch in A und LIE vor.

Beispielbelege

  • von Beginn an
    • Die vier Top-Musiker der Gruppierung hatten von Beginn an das Publikum mit ihrem Enthusiasmus im Griff. (Augsburger Allgemeine).
    • Die Partie verlief von Beginn an spannend. (Nordkurier).
    • Die Gäste legten von Beginn an los wie die Feuerwehr. (Heilbronner Stimme).
    • Von Beginn an hätten ihn sehr viele Termine in Anspruch genommen. (Kölner Stadt-Anzeiger).
    • Von Beginn an gab die Familie Haberkern ihre Insel nicht aus der Hand. (Der Tagesspiegel).
  • von Beginn weg
    • Dass dieses Material nicht ewig halte, sei von Beginn weg klar gewesen. (Berner Zeitung).
    • Die Reisen spielen im Chor von Beginn weg eine grosse Rolle. (St. Galler Tagblatt).
    • Die Gastgeber waren von Beginn weg die bessere Mannschaft und gingen nach einer halben Stunde in Führung. (Schwäbische Zeitung).
    • Mit Daniel Lundin haben wir von Beginn weg eine Probezeit bis Ende Oktober vereinbart. (Vorarlberg Online).
    • Möglich wäre auch ein Einsatz von Valentin Stocker von Beginn weg auf der linken Seite im Mittelfeld. (Basellandschaftliche Zeitung).

Karten

Frequenztabelle


Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Spezielle Markierungen und Abkürzungen
  • schraffierte Sektoren in den Karten: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • u.S. in den Frequenztabellen: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • * im Fliesstext: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • k.B.: keine Belege
  • Einzelvarianten unter 5 Belegen in einem Areal werden bei den Arealangaben oben nicht aufgeführt

Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier.

Korpus und Quellen

Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier.

Rundungsdifferenzen
Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%.
Relative Auftretenshäufigkeit von von Beginn an / von Beginn weg innerhalb der einzelnen Areale
Areal von Beginn an von Beginn weg
LIE 89% 11%
STIR 100% 0%
BELG 100% 0%
A-ost 82% 18%
LUX 100% 0%
CH 48% 52%
A-mitte 94% 6%
A-west 92% 8%
A-südost 97% 3%
D-mittelwest 100% 0%
D-nordwest 100% 0%
D-mittelost 100% 0%
D-südwest 99% 1%
D-nordost 100% 0%
D-südost 100% 0%

Siehe auch