Nebelig / neblig: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Variantengrammatik des Standarddeutschen
Wechseln zu:Navigation, Suche
Zeile 24: Zeile 24:
  
 
{| style="margin: auto;" width="100%"
 
{| style="margin: auto;" width="100%"
|<gallery mode="nolines" widths="300px" heights="300px">File:Nebelig_neblig.png|Relative Auftretenshäufigkeit von ''nebelig / neblig'' innerhalb der einzelnen Sprachregionen</gallery>  
+
|<gallery mode="nolines" widths="300px" heights="300px">File:Nebelig_neblig.png|Relative Auftretenshäufigkeit von ''nebelig / neblig'' innerhalb der einzelnen Areale</gallery>  
|<gallery mode="nolines" widths="300px" heights="300px">File:Nebelig.png|Relative Auftretenshäufigkeit von ''nebelig'' innerhalb der einzelnen Sprachregionen im Verhältnis zu ''neblig'' (in %) </gallery>  
+
|<gallery mode="nolines" widths="300px" heights="300px">File:Nebelig.png|Relative Auftretenshäufigkeit von ''nebelig'' innerhalb der einzelnen Areale im Verhältnis zu ''neblig'' (in %) </gallery>  
|<gallery mode="nolines" widths="300px" heights="300px">File:Neblig.png|Relative Auftretenshäufigkeit von ''neblig'' innerhalb der einzelnen Sprachregionen im Verhältnis zu ''nebelig'' (in %)</gallery>  
+
|<gallery mode="nolines" widths="300px" heights="300px">File:Neblig.png|Relative Auftretenshäufigkeit von ''neblig'' innerhalb der einzelnen Areale im Verhältnis zu ''nebelig'' (in %)</gallery>  
 
|}
 
|}
  
Zeile 34: Zeile 34:
  
 
{| class="wikitable sortable" style="margin: auto;" width="450px"
 
{| class="wikitable sortable" style="margin: auto;" width="450px"
|+ style="padding-bottom:1em;" | Relative Auftretenshäufigkeit von ''nebelig / neblig'' innerhalb der einzelnen Sprachregionen
+
|+ style="padding-bottom:1em;" | Relative Auftretenshäufigkeit von ''nebelig / neblig'' innerhalb der einzelnen Areale
 
|-
 
|-
 
! Sprachregion !! ! data-sort-type="number" | nebelig !! ! data-sort-type="number" | neblig
 
! Sprachregion !! ! data-sort-type="number" | nebelig !! ! data-sort-type="number" | neblig

Version vom 1. März 2019, 12:30 Uhr


Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

nebelig Adj. A, D; neblig Adj. CH, D

Die Adjektivvarianten nebelig und neblig stehen mit oder ohne -e- ohne Bedeutungsunterschied nebeneinander. Die Variante neblig wird in CH, D-süd, D-mittelost, D-nord und LUX* mehrheitlich bis fast ausnahmslos verwendet: Die Nacht zum Donnerstag verläuft bedeckt und teils neblig. (Thüringer Allgemeine). In A und D-mittelwest tritt dagegen üblicherweise die Variante nebelig auf: Es ist so nebelig, dass niemand von hier aus merken würde, wenn der Kölner Dom nicht mehr stünde. (Rheinische Post). In den übrigen Regionen von D ist diese Variante weniger häufig im Gebrauch.

Beispielbelege

  • nebelig
    • Im übrigen Österreich ist es in den Niederungen oft nebelig, sonst teils sonnig. (Kronen Zeitung, Steiermark und Kärnten).
    • Es war diesig, trüb, dämmerig und teils nebelig. (Rheinische Post).
    • Am 2. November sei ihm nebelig vor Augen geworden, er habe nicht mehr sprechen können und musste in der Kölner Universitätsklinik operiert werden. (Kölner Stadt-Anzeiger).
    • Einer der beiden Kletterer war mit den Kräften am Ende, zudem war es bereits dunkel und nebelig. (Südtirol Online).
    • Die Wintertage sind zurzeit nebelig und ungemütlich. (Neue Osnabrücker Zeitung).
  • neblig
    • Es ist neblig, kalt und feucht. (St. Galler Tagblatt).
    • Am Morgen war es neblig, ein Zeichen dafür, dass die Luft feucht ist. (Aargauer Zeitung).
    • Etwas wärmer, aber genauso neblig, ging es dann weiter. (Märkische Allgemeine).
    • Der Morgen startet zunächst neblig trüb. (Stuttgarter Zeitung).
    • Laut Polizei war es zum Zeitpunkt der Unfälle am frühen Morgen sehr neblig und glatt. (Thüringer Allgemeine).

Karten

Frequenztabelle


Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Spezielle Markierungen und Abkürzungen
  • schraffierte Sektoren in den Karten: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • u.S. in den Frequenztabellen: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • * im Fliesstext: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • k.B.: keine Belege
  • Einzelvarianten unter 5 Belegen in einem Areal werden bei den Arealangaben oben nicht aufgeführt

Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier.

Korpus und Quellen

Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier.

Rundungsdifferenzen
Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%.
Relative Auftretenshäufigkeit von nebelig / neblig innerhalb der einzelnen Areale
Sprachregion nebelig neblig
LUX 0% 100% (u.S.)
CH 0% 100%
D-mittelost 13% 87%
D-südost 18% 82%
D-nordost 21% 79%
D-südwest 21% 79%
D-nordwest 33% 67%
STIR 50% (u.S.) 50% (u.S.)
D-mittelwest 68% 32%
A-südost 83% 17%
A-west 100% (u.S.) 0%
A-mitte 100% (u.S.) 0%
A-ost 0% (k.B.) 0% (k.B.)
LIE 0% (k.B.) 0% (k.B.)
BELG 0% (k.B.) 0% (k.B.)


Siehe auch