Nächtigung / Übernachtung

Aus Variantengrammatik des Standarddeutschen
Version vom 8. März 2019, 16:19 Uhr von Gerard Adarve (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesehilfe}} '''Nächtigung ''' die, –, -en A, STIR; '''Übernachtung''' die, –, -en {{Kapitälchen|überall}} 'Übernachtung in einem Hotel bzw. Beherbe…“)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Wechseln zu:Navigation, Suche


Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Nächtigung die, –, -en A, STIR; Übernachtung die, –, -en überall 'Übernachtung in einem Hotel bzw. Beherbergungsbetrieb'

Die Substantive Nächtigung und Übernachtung werden mit dem Suffix -ung von den Verben nächtigen und übernachten abgeleitet und stehen ohne Bedeutungsunterschied nebeneinander (vgl. Substantivableitungen von Verbvarianten). Die Variante Übernachtung tritt im gesamten deutschsprachigen Raum auf und ist insbesondere in CH, D, BELG und LUX fast ausnahmslos in Verwendung: In den beiden kommenden Jahren soll die Zahl der Übernachtungen auf jährlich mehr als zehn Millionen gesteigert werden. (Thüringer Allgemeine). In A und STIR ist diese Variante zwar auch gebräuchlich, mehrheitlich kommt hier jedoch Nächtigung vor: Der mehrgemeindige Tourismusverband habe das Ziel, die Nächtigungen in den Mitgliedsgemeinden zu steigern. (Kleine Zeitung, Steiermark und Kärnten).

Beispielbelege

  • Nächtigung
    • Nächtigungsgäste, die bereits Kurtaxe im Ausmaß von zwei Euro bezahlen, werden keine Tagesgebühr berappen müssen. (Kleine Zeitung, Steiermark und Kärnten).
    • Im Preis von 79 Euro (mit OÖNcard) ist sowohl die Gala-Eintrittskarte inkludiert als auch die Busfahrt sowie eine Nächtigung in einem Linzer TopHotel. (Oberösterreichische Nachrichten).
    • Die Alpenregion Bludenz registrierte einen Nächtigungsrückgang von 5,3 Prozent, welcher hauptsächlich auf das Ausbleiben der Camping-Gäste zurückzuführen ist. (Vorarlberg Online).
    • Auch die Stadt Salzgitter beantwortete nicht, ob jemand allenfalls die Nächtigungskosten im Hotel des Stahlkonzerns Salzgitter AG (Zimmerpreise 158 bis 238 Euro) übernahm. (Salzburger Fenster).
    • Obwohl die Nächtigungszahlen im November und Dezember 2012 aufgrund des frühen Wintereinbruchs und der guten Schneelage im Vergleich zum Vorjahr noch leicht angestiegen waren, stagnierten die Zahlen bereits im Februar und wurden im März und April rückläufig. (Südtirol Online).
  • Übernachtung
    • Nicht nur Tagestouristen melden sich beim städtischen Tourismusbüro, sondern auch vermehrt potenzielle Übernachtungsgäste. (Schwarzwälder Bote).
    • Auch in der Ostschweiz bieten vermehrt Personen Übernachtung und Frühstück in ihren Privathäusern an. (St. Galler Tagblatt).
    • Gemeinsam mit Bad Birnbach sei man die einzige Region im Bayerischen Golf- und Thermenland, die 2011 überhaupt auf ein Übernachtungsplus kam. (Passauer Neue Presse).
    • Das äußert sich mitunter darin, dass er Fahrt- und Übernachtungskosten bei Repräsentationsterminen nicht selten aus eigener Tasche bezahlt. (Rheinische Post).
    • Nun versucht man einen Investor zu finden, der Touristengruppen nach Elm bringt und die bisherigen Übernachtungszahlen verdoppelt. (Die Südostschweiz).

Karten

Frequenztabelle


Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Spezielle Markierungen und Abkürzungen
  • schraffierte Sektoren in den Karten: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • u.S. in den Frequenztabellen: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • * im Fliesstext: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • k.B.: keine Belege
  • Einzelvarianten unter 5 Belegen in einem Areal werden bei den Arealangaben oben nicht aufgeführt

Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier.

Korpus und Quellen

Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier.

Rundungsdifferenzen
Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%.
Relative Auftretenshäufigkeit von Nächtigung / Übernachtung innerhalb der einzelnen Areale
Areal Nächtigung Übernachtung
D-nordwest 0% 100%
BELG 0% 100%
LUX 0% 100%
D-südwest 0% 100%
D-nordost 0% 100%
LIE 17% (u.S.) 83% (u.S.)
D-mittelwest 0% 100%
D-mittelost 0% 100%
CH 0% 100%
D-südost 1% 99%
STIR 51% 49%
A-ost 72% 28%
A-mitte 53% 47%
A-west 61% 39%
A-südost 75% 25%

Siehe auch