Gebrauch von Präpositionen: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Variantengrammatik des Standarddeutschen
Wechseln zu:Navigation, Suche
(Die Seite wurde neu angelegt: „== Allgemeines zum Variantenphänomen == Präpositionen werden unter anderem dafür verwendet, ein Substantiv bzw. eine substantivische Wortgruppe zu erweiter…“)
 
(Siehe auch)
 
Zeile 177: Zeile 177:
 
* Grundlagenartikel: [[Gebrauch von Adverbien, Konjunktionen, Partikeln und Präpositionen]] (oder direkt Unterkapitel [[Gebrauch von Adverbien, Konjunktionen, Partikeln und Präpositionen #Gebrauch von Präpositionen|Gebrauch von Präpositionen]])  
 
* Grundlagenartikel: [[Gebrauch von Adverbien, Konjunktionen, Partikeln und Präpositionen]] (oder direkt Unterkapitel [[Gebrauch von Adverbien, Konjunktionen, Partikeln und Präpositionen #Gebrauch von Präpositionen|Gebrauch von Präpositionen]])  
 
* Einzelartikel: [[an / auf Lager]], [[an / bei der WM]], [[Anfang, anfangs]], [[an / zu + Feiertage]], [[an / zu + Final(e)]], [[auf die / zur Post]], [[auf / mit Bewährung]], [[auf / über Antrag]], [[auf / zu Besuch]], [[ausnahmsweise einmal / für einmal]], [[beim / im Militär]], [[Feuer am / im / unterm Dach]], [[im / in / ø + Jahreszahl]], [[im / zum Voraus]], [[in der / zur Hauptsache]], [[innerhalb / innert + Zeitangabe]], [[Possessivpronomen + -etwegen / wegen + Personalpronomen]], [[von Beginn an / von Beginn weg]]
 
* Einzelartikel: [[an / auf Lager]], [[an / bei der WM]], [[Anfang, anfangs]], [[an / zu + Feiertage]], [[an / zu + Final(e)]], [[auf die / zur Post]], [[auf / mit Bewährung]], [[auf / über Antrag]], [[auf / zu Besuch]], [[ausnahmsweise einmal / für einmal]], [[beim / im Militär]], [[Feuer am / im / unterm Dach]], [[im / in / ø + Jahreszahl]], [[im / zum Voraus]], [[in der / zur Hauptsache]], [[innerhalb / innert + Zeitangabe]], [[Possessivpronomen + -etwegen / wegen + Personalpronomen]], [[von Beginn an / von Beginn weg]]
 
  
 
<span style="color:gray"> <small>''Verfasst von Sebastian Maier, Eugen Unterberger und Bertold Wöss''</small> </span>
 
<span style="color:gray"> <small>''Verfasst von Sebastian Maier, Eugen Unterberger und Bertold Wöss''</small> </span>
  
 
[[Kategorie:Gebrauch von Adverbien, Konjunktionen, Partikeln und Präpositionen]][[Kategorie:Überblicksartikel]]
 
[[Kategorie:Gebrauch von Adverbien, Konjunktionen, Partikeln und Präpositionen]][[Kategorie:Überblicksartikel]]

Aktuelle Version vom 24. April 2020, 10:00 Uhr

Allgemeines zum Variantenphänomen

Präpositionen werden unter anderem dafür verwendet, ein Substantiv bzw. eine substantivische Wortgruppe zu erweitern, um die Bedeutung zu modifizieren. Zumeist handelt es sich dabei um lokale, temporale, modale oder kausale Spezifizierungen (vgl. dazu auch den Grundlagenartikel Gebrauch von Adverbien, Konjunktionen, Partikeln und Präpositionen). Variation zeigt sich bei Präpositionen in unterschiedlicher Weise. Zum Teil variiert die Präposition in bestimmten, einzelnen Phrasen, wie bei an / bei der WM, beim / im Militär, innerhalb / innert + Zeitangabe, an / zu + Feiertage (z. B. Weihnachten, Ostern), an / zu + Final(e), auf / mit Bewährung und auf / über Antrag. In einigen Fällen lassen sich aber auch allgemeinere Tendenzen hinsichtlich der arealen Verbreitung erkennen: Bei auf / zu (auf / zu Besuch, auf die / zur Post) zeigt sich, dass die Varianten mit auf (die) vermehrt im Süden des deutschsprachigen Raumes verwendet werden. Ähnlich verhält es sich mit den Varianten im / zum Voraus, in der / zur Hauptsache. Die zum/zur-Varianten kommen fast ausschließlich im Südwesten des deutschen Sprachraums vor. Eine sehr klare areale Verteilung zeigt sich beispielsweise bei am / auf dem und an / in (s. unten).

Variieren können auch mehr als zwei Präpositionen, s. Feuer am / im / unterm Dach. Variation im Zusammenhang mit Präpositionen kommt darüber hinaus auch in Fällen vor, bei welchen nur eine der Varianten mit, die andere Variante aber ohne Präposition konstruiert wird: Anfang, anfangs (z. B. Anfang des Jahres / Anfang Jahr / anfangs Jahr), ausnahmsweise einmal / für einmal. Ein besonderer Fall ist Possessivpronomen + -etwegen / wegen + Personalpronomen (z. B. meinetwegen / wegen mir), bei dem neben der Art des Pronomens noch die Voran- bzw. Nachstellung der Präposition variiert. Bei von Beginn an / von Beginn weg handelt es sich genau genommen um eine zweigeteilte Präposition, eine Zirkumposition, bei der in diesem Fall nur der nachgestellte Teil variiert. Die Variation im Gebrauch von Präpositionen lässt sich somit nicht im Gesamten systematisch abbilden. Es findet Variation in vielen unterschiedlichen Formen statt.

am / auf dem


Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

am / auf dem + Nominalphrase Präposition: am A, D-südost; auf dem überall

Die Präpositionen am sowie auf (+ dem) werden zur Einleitung einer Ortsangabe verwendet, meist zum Ausdruck eines Kontaktes von oben: Getrunken wird alles, doch vorwiegend sieht man stilles Wasser am Tisch stehen. (Augsburger Allgemeine). Frische Salate und Obst stehen immer auf dem Tisch. (Thüringer Allgemeine). Die Variante auf dem wird im gesamten deutschsprachigen Raum mehrheitlich bis ausnahmslos verwendet, in A ist daneben auch noch die Variante mit am gebräuchlich, auch in D-südost und STIR* kommt sie vor.

Die hier beschriebene Präposition am ist nicht zu verwechseln mit der Präposition am, die im gesamten deutschsprachigen Raum zum Ausdruck einer Nähe bzw. eines Kontaktes von der Seite verwendet wird: Der Mann am Nebentisch steht auf und sucht sich einen anderen Platz. (Kieler Nachrichten). Es handelt sich hier eher um eine sprechsprachlich assimilierte und von da an in die Schriftsprache gelangte Form von auf+dem.[1]

Eine stark abweichende Verteilung der beiden Varianten zeigt sich bei am / auf dem Boden.

Beispielbelege

  • am
    • Die Lederweste bleibt an und der Hut am Kopf. (Mittelbayerische).
    • Zwei Männer aus dem Bezirk Schwaz waren etwa zur selben Zeit mit ihrem Segelboot am Achensee unterwegs. (Tiroler Tageszeitung).
    • Rum, Cola und chilenisches Hausbrot stehen am Esstisch für den Besuch bereit. (Der Standard).
    • Mehrmals wöchentlich trainiert er am Spielfeld, mindestens drei weitere Male geht er in die Kraftkammer. (Kronen Zeitung, Steiermark und Kärnten).
    • Vor allem für junge Frauen wird das Leben am Land immer unattraktiver. (Kleine Zeitung, Steiermark und Kärnten).
  • auf dem
    • Hirtenkinder spielen auf dem Feld, Frauen mit Wasserkrügen auf dem Kopf sind zu entdecken. (Schwarzwälder Bote).
    • Einheiten einer Hundertschaft durchsuchten am Donnerstag die Gegend, die Wasserschutzpolizei patrouillierte auf dem See und sicherte das Wohnhaus der Familie ab. (Tagesspiegel).
    • Neben dem dicken Stapel auf dem Esstisch liegen Geodreiecke und Karten. (inFranken.de).
    • Es war aber tatsächlich bemerkenswert, was der immerhin 36-Jährige auf dem Spielfeld absolvierte. (Freie Presse).
    • Man nimmt es auf dem Land halt etwas gemütlicher. (Basellandschaftliche Zeitung).

Karten

Frequenztabelle


Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Spezielle Markierungen und Abkürzungen
  • schraffierte Sektoren in den Karten: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • u.S. in den Frequenztabellen: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • * im Fliesstext: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • k.B.: keine Belege
  • Einzelvarianten unter 5 Belegen in einem Areal werden bei den Arealangaben oben nicht aufgeführt

Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier.

Korpus und Quellen

Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier.

Rundungsdifferenzen
Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%.
Relative Auftretenshäufigkeit von am / auf dem innerhalb der einzelnen Areale
Areal am auf dem
LIE 0% 100% (u.S.)
STIR 11% (u.S.) 89% (u.S.)
LUX 0% 100% (u.S.)
BELG 0% 100%
CH 0% 100%
A-ost 44% 56%
A-west 29% 71%
A-mitte 26% 74%
A-südost 35% 65%
D-nordwest 1% 99%
D-nordost 1% 99%
D-mittelost 2% 98%
D-südost 8% 92%
D-südwest 2% 98%
D-mittelwest 2% 98%

an / in


Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

an / in + Nominalphrase Präposition: an CH, LIE; in überall

Die Präpositionen an und in werden als Ortsangabe verwendet, häufig um einen Bereich anzugeben, in dem etwas stattfindet bzw. um einen Bereich einzugrenzen: Alle, die an erhöhter Lage mit unverbaubarer Aussicht wohnen, dürfen sich glücklich schätzen. (Liechtensteiner Vaterland). Wer 5000 qm braucht, muss in guter Lage viel zahlen. (Rheinische Post). Die Präposition an ist in CH und LIE üblich. Bei in hingegen handelt es sich um die fast ausnahmslos verwendete Form in allen anderen deutschsprachigen Gebieten, in CH und LIE ist sie allerdings ebenfalls gebräuchlich.

Eine stark abweichende Verteilung der beiden Varianten zeigt sich bei an / in frischer / der frischen Luft.

Beispielbelege

  • an
    • Das Areal an der Flugbrunnenstraße befindet sich an attraktiver Lage. (Berner Zeitung).
    • 27 Vereine treten am Musikwettbewerb in der Bitzihalle in drei Stärkeklassen gegeneinander an. (St. Galler Tagblatt).
    • Das Spiel wird am Fernsehen gezeigt. (Aargauer Zeitung).
    • Außerdem hat man beobachtet, dass die Krankheit wahrscheinlicher wird, wenn sich Kinder selten an der Sonne aufhalten. (Kölner Stadt-Anzeiger).
    • Neben der Begleitung am Lauf trainieren einige der Sportler auch vorher mit ihren Läufern. (Thüringer Allgemeine).
  • in
    • Drei der vier noch im Bewerb befindlichen Mannschaften sind aus der Regionalliga West. (Vorarlberg Online).
    • Heute sehen wir jeden Tag im Fernsehen und in der Werbung wunderschöne Körper. (Schwäbische Zeitung).
    • Sie könnten in der Zeit auch im Paradies in der Sonne liegen, einem Studentenjob nachgehen oder eine Party feiern. (Thüringer Allgemeine).
    • Durchaus denkbar sind Gewerbegebäude oder andere Mehrfamilienhäuser in entsprechender Lage. (Rheinische Post).
    • Im Wettbewerb mussten sie noch einmal gegeneinander antreten, um den Lesekönig zu ermitteln. (Thüringer Allgemeine).

Karten

Frequenztabelle


Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Spezielle Markierungen und Abkürzungen
  • schraffierte Sektoren in den Karten: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • u.S. in den Frequenztabellen: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • * im Fliesstext: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • k.B.: keine Belege
  • Einzelvarianten unter 5 Belegen in einem Areal werden bei den Arealangaben oben nicht aufgeführt

Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier.

Korpus und Quellen

Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier.

Rundungsdifferenzen
Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%.
Relative Auftretenshäufigkeit von an / in innerhalb der einzelnen Areale
Areal an in
LIE 51% 49%
STIR 2% 98%
LUX 1% 99%
BELG 2% 98%
CH 60% 40%
A-ost 0% 100%
A-west 1% 99%
A-mitte 1% 99%
A-südost 1% 99%
D-nordwest 1% 99%
D-nordost 1% 99%
D-mittelost 1% 99%
D-südost 2% 98%
D-südwest 2% 98%
D-mittelwest 1% 99%

auf / in


Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Die Präpositionen auf und in variieren in folgenden Verbindungen: auf / im / in Urlaub sein, auf / in (den) Urlaub gehen / fahren, auf die Reihe / in die Reihe, auf eine / in einer Weise. Eine ähnliche Verteilung des Gebrauchs der Präpositionen lässt sich bei den ersten beiden Varianten auf / im / in Urlaub sein und auf / in (den) Urlaub gehen / fahren feststellen. Dies rührt aber vermutlich daher, dass die beiden Varianten semantisch sehr eng miteinander verbunden sind. Bei den anderen beiden Varianten, die diese semantische Ähnlichkeit nicht zeigen, sind bezüglich arealer Verteilung keine Gemeinsamkeiten erkennbar.

Weitere Varianten

In der Fachliteratur wird gelegentlich angegeben, dass es bei auf dem / im Büro arbeiten[2], auf dem / im Internet/Netz sein[3] und auf dem / im Beruf sein[4] zu arealer Variation kommt. Dies kann durch die Variantengrammatik nicht bestätigt werden.

Einzelnachweise

  1. Ebner, Jakob (2008): Österreichisches Deutsch. Mannheim: Duden, S. 45.
  2. Ammon, Ulrich u.a. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen. 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 54.
    Bickel, Hans / Landolt, Christoph (2012): Schweizerhochdeutsch. Wörterbuch der Standardsprache in der deutschen Schweiz. Mannheim u.a.: Dudenverlag, S. 92.
  3. Ammon, Ulrich u.a. (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen. 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 54.
  4. Bickel, Hans / Landolt, Christoph (2012): Schweizerhochdeutsch. Wörterbuch der Standardsprache in der deutschen Schweiz. Mannheim u.a.: Dudenverlag, S. 92.

Siehe auch

Gebrauch von Präpositionen – am / auf dem

Gebrauch von Präpositionen – an / in

Gebrauch von Präpositionen – auf / in

Gebrauch von Präpositionen – Weiteres

Verfasst von Sebastian Maier, Eugen Unterberger und Bertold Wöss