Final / Finale: Unterschied zwischen den Versionen

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* Einzelartikel: [[App]], [[Barometer]], [[Blackout]], [[Blog]], [[Bonbon]], [[Comic]], [[Dress]], [[Event]], [[Flair]], [[Gaudi]], [[Gulasch]], [[Gummi]], [[Joghurt]], [[Kader]], [[Kataster]], [[Klientel]], [[Laptop]], [[Level]], [[Magistrat]], [[(E-)Mail]], [[Match]], [[Perron]], [[Prospekt]], [[Radar]], [[Radio]], [[Rollo]], [[Samba]], [[Schlamassel]], [[Service]], [[Silvester]], [[SMS]], [[Spray]], [[Terminal]], [[Tram]], [[Trasse / Trassee]], [[Viadukt]], [[Virus]]
  
 
'''Genitiv Singular'''
 
'''Genitiv Singular'''

Aktuelle Version vom 18. März 2019, 16:40 Uhr

Final und Finale werden in der Bedeutung 'Endrunde bei (sportlichen) Wettkämpfen bzw. Wettbewerben' nebeneinander verwendet. Der Gebrauch der beiden Formvarianten ist ebenso wie der Gebrauch des Genitivs und des Plurals areal unterschiedlich. Zudem weist die Variante Final Variation beim Genus auf.

Grundform

Final das/der, -es/-s, -e/-s CH; Finale das, -s, Finale/Finalen/Finali/Finales überall


Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Die Formvarianten Final und Finale stehen ohne oder mit -e ohne Bedeutungsunterschied nebeneinander. In CH treten beide Varianten gleich häufig auf: Die beiden Besten kommen ins Final. (Basellandschaftliche Zeitung). Einer wird ausscheiden, die zwei anderen kommen ins Finale. (Berner Zeitung). In den übrigen Arealen des deutschsprachigen Gebiets kommt dagegen fast ausnahmslos die auf -e endende Variante Finale vor.

Beispielbelege

  • Final
    • Im Final wurde sie vom Publikum zur Vize-Miss gewählt. (Die Südostschweiz).
    • Doch im Halbfinal kam nach der Niederlage gegen Eberstadt (De) das Aus. (St. Galler Tagblatt).
    • Der Final findet am 25. Mai 2013 im Wembley-Stadion in London statt. (Basellandschaftliche Zeitung).
    • Der letzte Viertelfinal bot schon in den ersten 25 Minuten mehr aufregende Szenen als etwa Spanien - Frankreich vom Vortag während der kompletten Spielzeit. (Aargauer Zeitung).
    • Basel hat die nächste Sensation deutlich verpasst und ist im Champions-League-Achtelfinal ausgeschieden. (Berner Zeitung).
  • Finale
    • Das Achtelfinale beim Hasseröder Pokal findet am 15. und 16. Dezember statt. (Volksstimme).
    • Fünf Mannschaften haben am Mittwoch die Chance, eines von drei Tickets für das Champions-League-Achtelfinale zu ergattern. (Neue Osnabrücker Zeitung).
    • Beim Wettkampffinale wurden die Teams in den Kategorien Teamwork, Robotdesign und Forschungspräsentation bewertet. (Aargauer Zeitung).
    • Nach der Streichung eines italienischen Laufes findet das Finale im Mühlviertel statt. (Oberösterreichische Nachrichten).
    • Das Viertelfinale wird am 26./27. Februar ausgetragen. (Tageblatt Online).

Karten

Frequenztabelle

Relative Auftretenshäufigkeit von Final / Finale innerhalb der einzelnen Areale
Areal Final Finale
A-ost 0% 100%
A-südost 0% 100%
D-nordwest 0% 100%
BELG 0% 100%
D-mittelwest 0% 100%
STIR 0% 100%
D-mittelost 0% 100%
LIE 1% 99%
D-südost 0% 100%
A-west 0% 100%
A-mitte 0% 100%
D-südwest 0% 100%
LUX 0% 100%
D-nordost 0% 100%
CH 50% 50%

Genus

Final Genus: das CH der CH; -(e)s/-(e)s, Finale/Finalen/Finali/Finales


Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Die fast ausschließlich in CH benutzte Form Final (s. oben) wird mit maskulinem und neutralem Genus verwendet (vgl. Genus bei Fremdwörtern). Dabei wird mehrheitlich das Maskulinum der Final gebraucht, die neutrale Variante das Final kommt nur selten vor: Am Wochenende fand der Final in der NLB und der 1. Liga im Radball statt. (St. Galler Tagblatt). Wie das Halbfinal ausgehen könnte, wagen die Mädchen kaum zu träumen. (St. Galler Tagblatt). Die sehr vereinzelten Belege in D* bzw. A* für das Final könnten auch auf das in der Aussprache nicht vollständig ins Deutsche integrierte Fremdwort Final [ˈfa͜inl̩][1], die Bezeichnung für eine '(sportliche) Endrunde', zurückzuführen sein, was aufgrund der rein schriftlichen Vorlage nicht eindeutig zu klären ist (s. auch Genus bei Anglizismen). Die vorkommenden Zusammensetzungen mit -final und neutralem Genus weisen allerdings darauf hin, dass auch außerhalb von CH die oben zuerst genannte, in der Aussprache mehr ans Deutsche angepasste Form vereinzelt in Verwendung ist: Das vierte Viertelfinal fiel wegen Krankheit eines Teilnehmers ins Wasser, so dass Robin Henselmann kampflos in die Runde der besten Vier einzog. (Schwarzwälder Bote). Dafür spricht auch die Verwendung der Variante außerhalb des sportlichen Kontextes: Das ganze ist ein vorläufiges Final in einem Dauerlauf aus scharfsinnigen Beobachtungen von Gesellschaft, Wirtschaft und vor allem Politik, bei der zwar die Kanzlerin Angelika Merkel einiges einstecken muss, letztendlich aber von Sieber das ganze Demokratiesystem mit seiner Perspektivlosigkeit anprangert. (Schwäbische Zeitung).

Beispielbelege

  • das Final
    • Am Samstag hat in Monaco das Final des Schönheitswettbewerbs Mister Europe-Euronations stattgefunden. (1815 – Das Oberwalliser Nachrichtenportal).
    • Dampf ablassen mussten offenbar vor allem die Kroatien-Fans, deren Team den Einzug in das Viertelfinal verpasst hatte. (Aargauer Zeitung).
    • Ihr Name ist derzeit in aller Munde: die Trommel-Formation Drums2Streets hat letzten Samstag mit einer feurigen Show den Einzug ins Final geschafft und viele Fans gewonnen. (St. Galler Tagblatt).
    • In der Sendung vom 24. November erfahren die Zuschauer, ob Brian nach Köln fahren und in einem der Halbfinals um den Einzug ins Final der sechsten "Supertalent"-Staffel singen darf. (Berner Zeitung).
    • Während es das Frauenteam des FCD nach zaghaftem Start ins Final schaffte, verlor das Fanionteam der Herren alle Gruppenspiele mit einem Torverhältnis von 1:15, wobei der Ehrentreffer dank gütiger Mithilfe des Gegners zustande kam. (St. Galler Tagblatt).
  • der Final
    • Als es dann aber Jesse traf und er somit offiziell nicht in den Final einziehen konnte, war die Stimmung im Leesaal schlagartig am Boden. (Berner Zeitung).
    • Je näher der Final rückt, desto lauter wird die EM. (Aargauer Zeitung).
    • Neben des regulären Schulunterrichts besuchten die beiden einen Vorbereitungsunterricht im Bildungsinstitut, um für den Final in Berlin gut vorbereitet zu sein. (St. Galler Tagblatt).
    • Morgen und am Samstag wird die Vorrunde, am Sonntag der Final ausgetragen. (St. Galler Tagblatt).
    • Am Sonntag fand in Birr (AG) der Final des Kleinen Prix Walo, der Preis für die besten Schweizer Nachwuchskünstler, statt. (Neue Luzerner Zeitung).

Karten

Frequenztabelle


Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Spezielle Markierungen und Abkürzungen
  • schraffierte Sektoren in den Karten: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • u.S. in den Frequenztabellen: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • * im Fliesstext: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • k.B.: keine Belege
  • Einzelvarianten unter 5 Belegen in einem Areal werden bei den Arealangaben oben nicht aufgeführt

Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier.

Korpus und Quellen

Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier.

Rundungsdifferenzen
Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%.
Relative Auftretenshäufigkeit von das Final / der Final innerhalb der einzelnen Areale
Areal das Final der Final
LIE 0% 100% (u.S.)
LUX 0% 100% (u.S.)
STIR 0% (k.B.) 0% (k.B.)
BELG 0% (k.B.) 0% (k.B.)
D-mittelwest 0% (k.B.) 0% (k.B.)
A-südost 0% (k.B.) 0% (k.B.)
A-ost 0% (k.B.) 0% (k.B.)
D-nordost 100% (u.S.) 0%
D-nordwest 100% (u.S.) 0%
D-südost 50% (u.S.) 50% (u.S.)
A-west 50% (u.S.) 50% (u.S.)
D-mittelost 100% (u.S.) 0%
A-mitte 100% (u.S.) 0%
D-südwest 100% (u.S.) 0%
CH 6% 94%

Genitiv Singular


Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Final das/der / Finale das, Genitiv Singular: Finales überall; Finals BELG, CH, D, LUX; Finale/Finalen/Finali/Finals

Für die beiden Varianten Final und Finale und ihre Zusammensetzungen werden im Genitiv Singular die Formen Finals und Finales verwendet (vgl. -es / -s im Genitiv Singular). Finales ist die häufiger auftretende Variante im Genitiv Singular, sie wird in D, BELG, LUX, LIE*, A und STIR* mehrheitlich bis ausnahmslos verwendet: Das Erreichen des Finales war reine Formsache. (inFranken.de). In CH ist hingegen Finals üblich, was prinzipiell mit der hier mehrheitlich verwendeten Grundform Final in Verbindung gebracht werden könnte (s. oben). Allerdings ist diese Variante durchaus auch in D, BELG und LUX gebräuchlich: Das Erreichen des Finals wird sicher das Ziel beider Mannschaften sein, so dass die Zuschauer eine spannende Partie erwartet. (Thüringer Allgemeine). Somit kann – entgegen Annahmen aus der Fachliteratur[2] – der Genitiv Singular Finals nicht zwingend nur bei der Grundform Final auftreten, sondern ist auch mit Blick auf die Grundform Finale möglich: Ins Halbfinale kam er als Lauf-Dritter des Viertel-, ins Finale gar nur als Vierter des extrem schnellen Semifinals. (Schwarzwälder Bote). Die Verwendung der Genitiv-Singular-Form Finals außerhalb von CH könnte in gewissen Fällen auch auf das englisch ausgesprochene Fremdwort Final zurückgeführt werden.

Beispielbelege

  • Finales
    • Wegen des EM-Fußball-Halbfinales Italien gegen Deutschland begann die jüngste Sitzung des St. Vither Stadtrates am Donnerstagabend eine Stunde früher als gewohnt. (GrenzEcho).
    • Am Freitag präsentierten im Kino Rex in Uznach elf Projekt-Teams im Rahmen des kantonalen Finales des Jugendprojekt-Wettbewerbs ihre Arbeiten dem Publikum und der Jury. (St. Galler Tagblatt).
    • Doch dann spielten sich Szenen ab, die sich den Ausdruck eines "Herzschlagfinales" redlich verdienten. (Oberösterreichische Nachrichten).
    • Die Auslosung des Achtelfinales erfolgt am Dienstag und die Paarungen sind auf übernächstes Wochenende terminiert. (Tageblatt Online).
    • In Baku soll vor Beginn des ESC-Finales am vergangenen Samstag ein geplanter Anschlag auf den Eurovosion Song Contest verhindert worden sein. (Mitteldeutsche Zeitung).
  • Finals
    • Die Stimmung in der Squadra Azzurra vor der emotionsgeladenen Neuauflage des WM-Halbfinals von 2006 ist glänzend. (GrenzEcho).
    • Nachdem die Live-Übertragung des letzten Viertelfinals zwischen England und Italien aufgrund einer Unwetterwarnung ausfallen musste, konnten die Gütersloher somit sechs Partien im XXL-Format erleben. (Neue Westfälische).
    • Heute startet die erste Vorverkaufsphase für das Hinspiel des Champions-League-Achtelfinals am 22. Februar zwischen dem FC Basel und Bayern München. (Basellandschaftliche Zeitung).
    • Deutschland ist durch das Erreichen des EM-Halbfinals wieder an Uruguay vorbeigezogen und hat den zweiten Platz zurückerobert. (Luxemburger Wort).
    • Im Vorfeld des Cup-Finals kam es in der Berner Innenstadt zur Auseinandersetzungen zwischen Basel- und GC-Fans. (Berner Zeitung).

Karten

Frequenztabelle


Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Spezielle Markierungen und Abkürzungen
  • schraffierte Sektoren in den Karten: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • u.S. in den Frequenztabellen: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • * im Fliesstext: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • k.B.: keine Belege
  • Einzelvarianten unter 5 Belegen in einem Areal werden bei den Arealangaben oben nicht aufgeführt

Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier.

Korpus und Quellen

Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier.

Rundungsdifferenzen
Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%.
Relative Auftretenshäufigkeit von Finales / Finals innerhalb der einzelnen Areale
Areal Finales Finals
STIR 100% (u.S.) 0%
LIE 100% (u.S.) 0%
A-ost 100% 0%
CH 13% 87%
BELG 76% 24%
LUX 52% 48%
A-südost 100% 0%
A-west 100% 0%
D-mittelwest 68% 32%
A-mitte 98% 2%
D-nordwest 76% 24%
D-nordost 55% 45%
D-südwest 78% 22%
D-mittelost 70% 30%
D-südost 77% 23%

Pluralbildung


Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Final das/der / Finale das, Finales/Finals, Plural: Finale A-mitte, A-west, D-südost, D-südwest; Finalen LUX; Finali A; Finals A-mitte, A-west, BELG, CH, D, LIE, LUX

Für die beiden Varianten Final und Finale und ihre Zusammensetzungen werden vier verschiedene Pluralformen nebeneinander verwendet: Finale, Finalen, Finali und Finals (vgl. Pluralbildung bei Fremdwörtern, Pluralbildung mit Endung -e / -s). Die weitaus am häufigsten vorkommende Variante ist Finals, sie wird in A-west, CH, D, LIE, LUX und BELG mehrheitlich bis fast ausnahmslos verwendet und kommt auch in A-mitte vor: Begonnen wird um 9 Uhr, die Finals werden gegen 17:30 Uhr erwartet. (Vorarlberg Online). Auch hinsichtlich dieser Pluralform dürften sich viele Schreibende an dem in der Aussprache nicht vollständig ins Deutsche integrierten Fremdwort Finals orientieren (s. oben). Die Pluralvariante Finale kommt hingegen nur selten in A-mitte, A-west, LIE, D-süd, D-mittelwest, LUX und BELG vor: Die Semifinale beginnen heute um 10 Uhr, die Finale am Sonntag um 13 (Damen) und um 15.30 Uhr (Herren). (Oberösterreichische Nachrichten). Daneben ist, ausschliesslich in A, auch Finali im Gebrauch, wobei sich hier eine Zunahme der Verwendung von Westen nach Osten hin zeigt: Seit die Russin 2004 in den Finali von Wimbledon und dem WTA-Masters triumphierte, wartet sie vergeblich auf einen Erfolg gegen die Olympiasiegerin [...]. (Oberösterreichische Nachrichten). Die Pluralform Finalen kommt schliesslich nur in LUX vor, aber auch da nur recht selten: Die wahren Finalen fanden eh am Freitag und am Samstag statt. (Tageblatt Online).

Beispielbelege

  • Finale
    • Von den anfänglich 230 Kandidaten blieben nur noch sechs Quartette, 13 Sänger und fünf Klarinettisten für die Semifinale übrig. (Augsburger Allgemeine).
    • Das Finale am Samstag wurde eines der schönsten Derby-Finale seit langer Zeit und endete in einer emotionalen Siegerehrung. (Mittelbayerische).
    • Zwei Sender-Finale in einer Spielzeit schaffen nur ganz, ganz wenige. (Vorarlberg Online).
    • Von April bis August 2012 spielten sie in 143 lokalen Vorrundenturnieren um die Qualifikation für die drei Regionalfinale und dort um den Einzug in das Finale. (inFranken.de).
    • Im Aosta-Tal wurden auf der Südseite des Matterhorns ein Slalom und ein Riesenslalom ausgetragen, die als Weltcupfinale mit doppelten Punkten gewertet wurden. (Augsburger Allgemeine).
  • Finalen
    • So bleibt demnach auch alles offen für die Zusammensetzung der Halbfinalen des Final Four. (Tageblatt Online).
    • Bei den Herren endeten die Halbfinalen also mit einem blitzblanken 2:0. (Tageblatt Online).
    • Am Freitagabend wurden in Strassen die Gegner für die Halbfinalen für die Coupe de Luxembourg ausgelost. (Tageblatt Online).
    • 2002 konnte Kim Clijsters (mit Husarova) beide Finalen gewinnen und 2006 Francesca Schiavone (mit Peschke) nur das Doppelfinale. (Tageblatt Online).
    • Zum ersten Mal in der Geschichte der 1954 aus der Taufe gehobenen Coupe de Luxembourg werden im Wettbewerb die Halbfinalen am Samstag (09.03.13) und das Finale sofort am drauffolgenden Sonntag (10.03.13) ausgetragen. (Tageblatt Online).
  • Finali
    • Damit erzielten die Gewinner der beiden Halbfinali und des Finales 2012 jeweils exakt 48 Punkte. (Der Standard).
    • Die Staatsmeisterschaften im Kunstturnen werden am Sonntag Nachmittag in der Sporthalle Mattersburg mit den Gerätefinali abgeschlossen. (Vorarlberg Online).
    • Fast 14.000 Besucher, darunter 1600 am Tag der Mannschaftsfinali, besuchten die Wettbewerbstage der Tischtennis-Jugend-EM in Schwechat. (Kleine Zeitung, Steiermark und Kärnten).
    • Über 1000 solcher Denkaufgaben hat Walko seit Mitte der 1990er formuliert, als er die Landesfinali des Quiz für politische Bildung koordinierte. (Kleine Zeitung, Steiermark und Kärnten).
    • Der 55. Eurovision Song Contest, bei dem einschließlich der beiden Halbfinali insgesamt 39 Staaten teilnahmen, wurde von 18.000 Zuschauern in der Telenor-Arena in Oslo verfolgt. (Kronen Zeitung, Steiermark und Kärnten).
  • Finals
    • Beide setzten sich in ihren jeweiligen Halbfinals knapp aber verdient durch. (GrenzEcho).
    • Am Sonntag beginnen um 9 Uhr die Trickski-Finals. (Neue Osnabrücker Zeitung).
    • Die Viertelfinals werden am 6./7. November gespielt. (Liechtensteiner Vaterland).
    • In den Sechzehntelfinals der Frauen gewann Piranha Chur (NLA) gegen Verbano Gordola (1. Liga) mit 18:1. (Die Südostschweiz).
    • Die beiden ESC-Halbfinals, in den Jahren zuvor in der Regel von den dritten Programmen der ARD übertragen, wird in diesem Jahr erstmals Raabs Haussender Pro Sieben ausstrahlen. (Stuttgarter Zeitung).

Karten

Frequenztabelle


Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Spezielle Markierungen und Abkürzungen
  • schraffierte Sektoren in den Karten: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • u.S. in den Frequenztabellen: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • * im Fliesstext: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • k.B.: keine Belege
  • Einzelvarianten unter 5 Belegen in einem Areal werden bei den Arealangaben oben nicht aufgeführt

Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier.

Korpus und Quellen

Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier.

Rundungsdifferenzen
Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%.
Relative Auftretenshäufigkeit von Finale / Finalen / Finali / Finals innerhalb der einzelnen Areale
Areal Finale Finalen Finali Finals
LIE 9% 0% 0% 91%
STIR 0% (k.B.) 0% (k.B.) 0% (k.B.) 0% (k.B.)
LUX 6% 19% 0% 75%
BELG 20% 0% 0% 80%
CH 1% 0% 0% 99%
A-ost 0% 0% 100% (u.S.) 0%
A-west 15% 0% 26% 59%
A-mitte 11% 0% 74% 15%
A-südost 0% 0% 100% 0%
D-nordwest 4% 0% 0% 96%
D-nordost 3% 0% 0% 97%
D-mittelost 3% 0% 0% 97%
D-südost 7% 0% 0% 93%
D-südwest 5% 0% 0% 95%
D-mittelwest 5% 0% 0% 95%

Einzelnachweise

  1. Duden (2015): Das Fremdwörterbuch. 11., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 5), S. 351.
  2. Vgl. bspw. Ammon, Ulrich u.a. (Hrsg.) (2016): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen. 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Berlin/Boston: de Gruyter, S. 235.

Siehe auch

Grundform

Genus

Genitiv Singular

Pluralbildung