Bankautomat / Bankomat: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 7. März 2019, 20:05 Uhr


Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Bankautomat der, -en, -en D; Bankomat der, -en, -en A, CH

Die Zusammensetzungen Bankautomat und Bankomat stehen ohne Bedeutungsunterschied nebeneinander. In D, BELG* und LUX* wird mehrheitlich bis fast ausnahmslos Bankautomat verwendet: Der neue Bankautomat steht bereits im Eingangsbereich. (Nordkurier). In A, STIR*, CH und LIE* ist dagegen mehrheitlich bis ausnahmslos Bankomat im Gebrauch: Von den Konten der Opfer wurden rund eine Woche, nachdem der Bankomat manipuliert worden war, Beträge in indonesischen Rupien abgebucht. (Kleine Zeitung, Steiermark und Kärnten).

Beispielbelege

  • Bankautomat
    • Ohne Datennetzwerk funktioniert kein Elektrizitätswerk, kein Bankautomat und kein Warennachschub. (Stuttgarter Zeitung).
    • Die Polizei ist überzeugt, dass sie zu einer Tätergruppe gehören, die sich darauf spezialisiert hat, Kunden beim Geldziehen an Bankautomaten zu bestehlen. (Rheinische Post).
    • Zwei unbekannte junge Männer haben einen 51-jährigen Mann beim Geldabheben an einem Bankautomaten an der Groner Straße abgelenkt und so 1000 Euro ergaunert. (Hessische/Niedersächsische Allgemeine).
    • Kein Telefon, kein Internet und selbst die Bankautomaten machen schlapp: rund um den Südwestkorso geht nach dem Missgeschick eines Baggerfahrers bei Bauarbeiten gar nichts mehr. (Der Tagesspiegel).
    • Zwischen 6 und 7 Uhr holt sich Holger B. an einem Bankautomaten in einer Filiale in der Deisterstraße Bargeld. (Hannoversche Allgemeine).
  • Bankomat
    • Man weiß ja nicht, ob und wie lange die Bankomaten Geld ausspucken werden. (Der Standard).
    • Bist du dir nicht sicher, ob bei einer Behebung alles geklappt hat, weil der Bankomat während der Buchung den Vorgang abgebrochen hat, dann solltest du dies bei deiner Bank melden und klären. (Kronen Zeitung, Steiermark und Kärnten).
    • Als das Geld nicht aus dem Bankomaten kam, verblieb der Kunde aber im Foyer, was den Täter davon abgehalten haben dürfte, dieses nach ihm zu betreten und das Geld zu entnehmen. (Tiroler Tageszeitung).
    • Beim Skimming (vom Englischen "to skim" für abschöpfen) werden illegal Bankdaten gewonnen, indem die Daten am Bankomat vom Magnetstreifen abgelesen und anschliessend auf gefälschte Karten kopiert werden. (Berner Zeitung).
    • Dumm, dass er sich das Geld dafür unerlaubterweise mit ihrer EC-Karte vom Bankomaten beschafft hatte. (Oberbayerisches Volksblatt).

Karten

Frequenztabelle


Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Spezielle Markierungen und Abkürzungen
  • schraffierte Sektoren in den Karten: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • u.S. in den Frequenztabellen: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • * im Fliesstext: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • k.B.: keine Belege
  • Einzelvarianten unter 5 Belegen in einem Areal werden bei den Arealangaben oben nicht aufgeführt

Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier.

Korpus und Quellen

Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier.

Rundungsdifferenzen
Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%.
Relative Auftretenshäufigkeit von Bankautomat / Bankomat innerhalb der einzelnen Areale
Areal Bankautomat Bankomat
A-ost 0% 100%
A-südost 0% 100%
LIE 0% 100% (u.S.)
STIR 0% 100% (u.S.)
A-mitte 2% 98%
A-west 3% 97%
BELG 100% (u.S.) 0%
CH 17% 83%
LUX 56% (u.S.) 44% (u.S.)
D-nordwest 97% 3%
D-südwest 86% 14%
D-nordost 96% 4%
D-mittelost 98% 2%
D-südost 90% 10%
D-mittelwest 99% 1%

Siehe auch