börsennotiert / börsenotiert

Aus Variantengrammatik des Standarddeutschen
Version vom 11. Dezember 2018, 13:17 Uhr von Gerard Adarve (Diskussion | Beiträge) (Siehe auch)
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Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

börsennotiert Adj. überall; börsenotiert Adj. A

Die Adjektivvarianten börsennotiert und börsenotiert stehen mit oder ohne n-Fuge ohne Bedeutungsunterschied nebeneinander. Mit Ausnahme von A tritt fast im gesamten deutschsprachigen Raum ausnahmslos die mit -n- verfugte Variante börsennotiert auf: Seit 1999 ist das Unternehmen börsennotiert. (Märkische Online Zeitung). In A-mitte wird diese Form zwar mehrheitlich verwendet, daneben ist hier aber auch börsenotiert gebräuchlich: Wie konnte aus der 1932 gegründeten Schlosserei ein börsenotierter Konzern mit knapp 7000 Mitarbeitern und 850 Mill. Euro Umsatz werden? (Salzburger Nachrichten). In A-west kommen beide Varianten gleichermaßen häufig vor, in A-südost und A-ost* dagegen ist die unverfugte Variante börsenotiert üblich.

Beispielbelege

  • börsennotiert
    • Das börsennotierte Unternehmen erwirtschaftete nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund 91,8 Millionen Euro. (Thüringer Allgemeine).
    • Inzwischen sind börsennotierte Firmen gesetzlich verpflichtet, die individuellen Bezüge ihrer Vorstandsmitglieder zu veröffentlichen. (Nürnberger Nachrichten).
    • Bei börsennotierten Rohstoffen wie Zink, Kupfer, Nickel usw. treten häufig Preisschwankungen auf, die nur zu einem gewissen Teil durch Absicherungsgeschäfte abgemildert werden können. (Vorarlberg Online).
    • Wie das börsennotierte Unternehmen am Donnerstag in Halle mitteilte, wurde 2011 ein Umsatz von 68,11 Millionen Euro erwirtschaftet. (Leipziger Volkszeitung).
    • Am Rentenmarkt verharrte die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere bei 1,53 Prozent. (Der Tagesspiegel).
  • börsenotiert
    • Vor allem der eingebrochene Ölpreis hat dem börsenotierten Energiekonzern mit einem Minus von 208 Millionen Euro das erste Verlustquartal seit vielen Jahren beschert. (Kronen Zeitung, Steiermark und Kärnten).
    • Eine gesetzliche Frauenquote von 40 Prozent in den Aufsichtsräten börsenotierter Unternehmen bedarf noch weiterer Abstimmung. (Der Standard).
    • Allein mit dem bereits getätigten Investment in Shanghai ist der börsenotierte Konzern der derzeit größte österreichische Investor in China. (Kleine Zeitung, Steiermark und Kärnten).
    • Bisher haben sich dem Strafverfahren nur 14 Privatbeteiligte angeschlossen, obwohl die Pleite des ehemaligen börsenotierten Buch- und Papierhändlers Tausende Klein- und Großanleger viel Geld gekostet hat. (Kronen Zeitung, Steiermark und Kärnten).
    • Das börsenotierte Unternehmen rutschte sowohl operativ als auch unter dem Strich in die Verlustzone. (Vorarlberg Online).

Karten

Frequenztabelle


Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Spezielle Markierungen und Abkürzungen
  • schraffierte Sektoren in den Karten: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • u.S. in den Frequenztabellen: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • * im Fliesstext: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • k.B.: keine Belege
  • Einzelvarianten unter 5 Belegen in einem Areal werden bei den Arealangaben oben nicht aufgeführt

Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier.

Korpus und Quellen

Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier.

Rundungsdifferenzen
Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%.
Relative Auftretenshäufigkeit von börsennotiert / börsenotiert innerhalb der einzelnen Areale
Areal börsennotiert börsenotiert
A-ost 0% 100% (u.S.)
STIR 100% (u.S.) 0%
CH 100% (u.S.) 0%
LUX 100% (u.S.) 0%
A-west 50% 50%
A-südost 20% 80%
D-südost 100% 0%
D-nordwest 100% 0%
D-mittelwest 100% 0%
A-mitte 69% 31%
D-südwest 100% 0%
D-mittelost 100% 0%
D-nordost 100% 0%
BELG 0% (k.B.) 0% (k.B.)
LIE 0% (k.B.) 0% (k.B.)

Siehe auch