Auf die Reihe / in die Reihe: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Variantengrammatik des Standarddeutschen
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Aktuelle Version vom 17. April 2020, 11:44 Uhr


Frequenzangaben

Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals.
sporadisch 4% und weniger
kommt (selten) vor 5%–20%
gebräuchlich 21%–50%
üblich / mehrheitlich 51%–95%
(fast) ausnahmslos 96%–100%
* unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)

Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

auf die Reihe überall; in die Reihe D-mittelost

Um auszudrücken, dass eine Aufgabe bewältigt wird, können die Varianten auf die Reihe und in die Reihe in Verbindung mit bekommen, bringen und kriegen verwendet werden (vgl. Gebrauch von Präpositionen): Wie bekommt man das denn auf die Reihe? (Thüringer Allgemeine). Die zwei Sender bekommen das Musikprogramm wunderbar in die Reihe. (Thüringer Allgemeine). Im gesamten deutschsprachigen Raum ist mehrheitlich bis ausnahmslos die Variante mit der Präposition auf im Gebrauch, lediglich in D-mittelost kommt selten auch die Präposition in vor.

Beispielbelege

  • auf die Reihe bekommen / bringen / kriegen
    • Wenn wir schon nichts auf die Reihe kriegen, dann helfen wir halt bei den katastrophalen Folgen. (Der Standard).
    • Es brauchte Zeit, bis er seine Situation wieder auf die Reihe gebracht hatte und neue Pläne schmieden konnte. (Aargauer Zeitung).
    • Sie bekamen nichts mehr auf die Reihe und spielten nur noch postwendend zurückkommende lange Bälle. (Thüringer Allgemeine).
    • Karsee bekam erneut nicht viel auf die Reihe und liegt nach drei Spieltagen auf dem letzten Platz. (Schwäbische Zeitung).
    • Es versuchen alle, die Dinge auf die Reihe zu kriegen. (GrenzEcho).
  • in die Reihe bekommen / bringen / kriegen
    • Nur dort habe er den notwendigen Druck, um sein Leben in die Reihe zu bekommen. (Oberbayerisches Volksblatt).
    • Das sei eine harte Zeit gewesen, in der man sehr viel Freizeit aufwenden musste, um alles in die Reihe zu bekommen. (Thüringer Allgemeine).
    • Ich musste erst mal sehen, wie ich das alles in die Reihe bekomme. (Thüringer Allgemeine).
    • Dein Schlagwort war immer: Das kriegen wir schon in die Reihe. (Volksstimme).
    • Die Zuschauer konnten live die chaotischen Abläufe in dem Pariser Appartement erleben, die Sir Henry Partridge [...] und Mister Simon Prout [...] versuchen, in die Reihe zu kriegen. (Augsburger Allgemeine).

Karten

Frequenztabelle


Arealkürzel

A: Österreich

  • A-west: Westösterreich

Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)

  • A-mitte: Mittelösterreich

Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Bezirk Zell am See/"Pinzgau")

  • A-südost: Südostösterreich

Kärnten, Steiermark

  • A-ost: Ostösterreich

Wien, Niederösterreich, Burgenland

BELG: Belgien
CH: Schweiz
D: Deutschland

  • D-südwest: Südwestdeutschland

Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg

  • D-mittelwest: Mittelwestdeutschland

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen

  • D-nordwest: Nordwestdeutschland

Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen

  • D-nordost: Nordostdeutschland

Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)

  • D-mittelost: Mittelostdeutschland

Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)

  • D-südost: Südostdeutschland

Bayern

LIE: Liechtenstein
LUX: Luxemburg
STIR: Südtirol

Spezielle Markierungen und Abkürzungen
  • schraffierte Sektoren in den Karten: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • u.S. in den Frequenztabellen: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • * im Fliesstext: unter Schwellenwert (absolute Belegzahl)
  • k.B.: keine Belege
  • Einzelvarianten unter 5 Belegen in einem Areal werden bei den Arealangaben oben nicht aufgeführt

Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier.

Korpus und Quellen

Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier.

Rundungsdifferenzen
Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%.
Relative Auftretenshäufigkeit von auf die Reihe / in die Reihe innerhalb der einzelnen Areale
Areal auf die Reihe in die Reihe
A-ost 100% (u.S.) 0%
LUX 100% (u.S.) 0%
BELG 100% (u.S.) 0%
A-mitte 100% (u.S.) 0%
A-west 100% (u.S.) 0%
CH 100% 0%
A-südost 93% 7%
D-nordwest 100% 0%
D-mittelwest 100% 0%
D-südwest 98% 2%
D-mittelost 90% 10%
D-nordost 99% 1%
D-südost 98% 2%
LIE 0% (k.B.) 0% (k.B.)
STIR 0% (k.B.) 0% (k.B.)

Siehe auch