Gehalt: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 27. November 2018, 02:27 Uhr
Frequenzangaben
| Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals. | |
| sporadisch | 4% und weniger |
| kommt (selten) vor | 5%–20% |
| gebräuchlich | 21%–50% |
| üblich / mehrheitlich | 51%–95% |
| (fast) ausnahmslos | 96%–100% |
| * | unter Schwellenwert (absolute Belegzahl) |
Arealkürzel
|
A: Österreich
Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)
Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Kärnten, Steiermark
Wien, Niederösterreich, Burgenland BELG: Belgien
Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen
Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen
Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)
Bayern LIE: Liechtenstein |
Gehalt Genus: das überall; der A-west; -(e)s/-(e)s, Gehälter/Gehälter '(Arbeits-)Lohn'
Das Substantiv Gehalt in der Bedeutung 'Lohn' wird mit maskulinem oder neutralem Genus verwendet (vgl. Genus bei einheimischen Substantiven). Das Neutrum wird überall mehrheitlich bis fast ausnahmslos gebraucht: Der Porsche ist alt, das Gehalt erhielten auch seine Vorgänger und die alte Berghütte ist gepachtet. (Thüringer Allgemeine). In A-west und LUX kommt daneben aber auch die maskuline Variante vor, in A-mitte und A-südost ebenfalls, hier allerdings nur sehr sporadisch: Die Landeschefin, die sich in der AK karenzieren ließ, als sie 1994 den SPÖ-Klubvorsitz im Landtag übernahm, käme laut AK-Direktor Schmidt auf einen Gehalt von "etwas über 5.000 Euro brutto". (Salzburger Fenster).
Beispielbelege
- das Gehalt
- Bis zu diesem Datum, also ein Vierteljahr länger, müssen Frauen arbeiten, um auf das Jahresgehalt 2011 eines gleichqualifizierten Mannes zu kommen. (Schwarzwälder Bote).
- Denn Herr Zuberbühler, 1912 Lehrer im Befang, habe anno dazumal das hervorragende Jahresgehalt von 3500 Franken erhalten, rechnete Kradolfer vor. (St. Galler Tagblatt).
- In Fällen, in denen es Unterschiede gibt, stockt Artemed das Gehalt 18 Monate lang auf. (Rheinische Post).
- Junge Leute würden nicht in die Provinz ziehen – da könne das Gehalt noch so hoch liegen. (Badische Zeitung).
- In seinen Augen werde sich das Gehalt des Energie- und Umweltmanagers sicherlich rechnen, da in der Gemeinde zahlreiche Missstände auf diesem Gebiet bestehen. (GrenzEcho).
- der Gehalt
- Arbeitgeber könnten immer noch den Gehalt in Form von 14 Gehältern auszahlen, wenn dies der Tradition und den Erwartungen entspricht, aber die komplizierten Steuervorteile, die sich letztlich als Nullsummenspiel erweisen, gehören endlich abgeschafft. (Der Standard).
- Für eine Fachkraft und für eine Assistentin solle das Land den Gehalt zur Gänze bezahlen. (Tiroler Tageszeitung).
- Auch über die aktuelle Wirtschaftskrise Griechenlands, den EU-Vorstoß erst ab 16 Jahren die Haare färben zu dürfen sowie den Gehalt von PolitikerInnen konnten die Jugendlichen einiges in Erfahrung bringen. (Vorarlberg Online).
- In Staaten mit einer auseinanderklaffenden Einkommensschere wie Österreich, den Niederlanden, Deutschland oder Großbritannien wiederum gebe es einen sehr hohen Anteil von Teilzeitarbeiterinnen, womit der Gehalt von Frauen auch teilweise deutlich niedriger ausfällt als jener der Männer. (Kronen Zeitung, Steiermark und Kärnten).
- Es legt den Verdacht nahe, dass Lobnig seinen abgewählten Parteifreunden unbedingt noch einen unverdienten Monatsgehalt zuschanzen will. (Kleine Zeitung, Steiermark und Kärnten).
Karten
Frequenztabelle
| Arealkürzel |
|---|
|
A: Österreich
Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)
Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Kärnten, Steiermark
Wien, Niederösterreich, Burgenland BELG: Belgien
Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen
Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen
Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)
Bayern LIE: Liechtenstein |
| Spezielle Markierungen und Abkürzungen |
|---|
Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier. |
| Korpus und Quellen |
|---|
|
Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier. |
| Rundungsdifferenzen |
|---|
| Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%. |
| Sprachregion | das Gehalt | der Gehalt |
|---|---|---|
| BELG | 100% | 0% |
| LIE | 0% (k.B.) | 0% (k.B.) |
| STIR | 100% | 0% |
| A-ost | 100% | 0% |
| LUX | 94% | 6% |
| CH | 100% | 0% |
| A-west | 85% | 15% |
| A-mitte | 98% | 2% |
| A-südost | 99% | 1% |
| D-südwest | 100% | 0% |
| D-nordwest | 100% | 0% |
| D-mittelost | 100% | 0% |
| D-nordost | 100% | 0% |
| D-südost | 100% | 0% |
| D-mittelwest | 100% | 0% |
Siehe auch
- Grundlagenartikel: Genus (oder direkt Unterkapitel Genusschwankungen: Variation des Genus bei Substantiven im Deutschen)
- Überblicksartikel: Genus bei einheimischen Substantiven
- Einzelartikel: Bruchzahlen, Kies, Mami, Monat, Pauschale, Pfand, Polster, Raster, Rodel, Schorle, Tobel, Verdienst, Zmittag / Zmorge(n) / Znüni / Zvieri