Superlative von nicht steigerbaren Wörtern: Unterschied zwischen den Versionen
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Adjektive wie ''einzig'', die "etwas Einzigartiges oder ein Höchstmaß ausdrücken"<ref>{{Kapitälchen|Duden}} (2016): ''Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch''. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 382f.</ref>, treten in manchen Arealen des deutschsprachigen Raums in Superlativformen z. B. (''[[einzigst-]]'') auf. Dies trifft auch auf das Negationswort ''kein''<ref>{{Kapitälchen|Duden}} (2016): ''Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch''. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 917.</ref>, insbesondere im Phraseologismus ''[[in keinster Weise]]'', zu. Details zur arealen Verwendung der Formen können den entsprechenden Einzelartikeln entnommen werden. Dass diese Superlativformen nicht standardsprachlich seien<ref>{{Kapitälchen|Duden}} (2016): ''Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch''. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 382f., 917.</ref>, kann durch die [[Datenerhebung|Variantengrammatik]], entgegen gelegentlicher Aussagen in der Fachliteratur, nicht bestätigt werden. | Adjektive wie ''einzig'', die "etwas Einzigartiges oder ein Höchstmaß ausdrücken"<ref>{{Kapitälchen|Duden}} (2016): ''Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch''. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 382f.</ref>, treten in manchen Arealen des deutschsprachigen Raums in Superlativformen z. B. (''[[einzigst-]]'') auf. Dies trifft auch auf das Negationswort ''kein''<ref>{{Kapitälchen|Duden}} (2016): ''Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch''. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 917.</ref>, insbesondere im Phraseologismus ''[[in keinster Weise]]'', zu. Details zur arealen Verwendung der Formen können den entsprechenden Einzelartikeln entnommen werden. Dass diese Superlativformen nicht standardsprachlich seien<ref>{{Kapitälchen|Duden}} (2016): ''Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch''. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 382f., 917.</ref>, kann durch die [[Datenerhebung|Variantengrammatik]], entgegen gelegentlicher Aussagen in der Fachliteratur, nicht bestätigt werden. | ||
Aktuelle Version vom 28. April 2020, 09:59 Uhr
Frequenzangaben
| Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals. | |
| sporadisch | 4% und weniger |
| kommt (selten) vor | 5%–20% |
| gebräuchlich | 21%–50% |
| üblich / mehrheitlich | 51%–95% |
| (fast) ausnahmslos | 96%–100% |
| * | unter Schwellenwert (absolute Belegzahl) |
Arealkürzel
|
A: Österreich
Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)
Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Kärnten, Steiermark
Wien, Niederösterreich, Burgenland BELG: Belgien
Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen
Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen
Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)
Bayern LIE: Liechtenstein |
Allgemeines zum Variantenphänomen
Adjektive wie einzig, die "etwas Einzigartiges oder ein Höchstmaß ausdrücken"<ref>Duden (2016): Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 382f.</ref>, treten in manchen Arealen des deutschsprachigen Raums in Superlativformen z. B. (einzigst-) auf. Dies trifft auch auf das Negationswort kein<ref>Duden (2016): Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 917.</ref>, insbesondere im Phraseologismus in keinster Weise, zu. Details zur arealen Verwendung der Formen können den entsprechenden Einzelartikeln entnommen werden. Dass diese Superlativformen nicht standardsprachlich seien<ref>Duden (2016): Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 382f., 917.</ref>, kann durch die Variantengrammatik, entgegen gelegentlicher Aussagen in der Fachliteratur, nicht bestätigt werden.
Einzelnachweise
<references />
Siehe auch
- Grundlagenartikel: Flexion (oder direkt Unterkapitel Adjektivflexion und Flexion von Artikelwörtern)
- Einzelartikel: einzigst-, in keinster Weise
Verfasst von Bettina Rimensberger