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'''freuen''' ''1. Pers. Sg. Präs.:'' ich '''freu(')''' A (ohne {{Kapitälchen|A-west}}), {{Kapitälchen|D-süd}}; ich '''freue''' {{Kapitälchen|überall}} | '''freuen''' ''1. Pers. Sg. Präs.:'' ich '''freu(')''' A (ohne {{Kapitälchen|A-west}}), {{Kapitälchen|D-süd}}; ich '''freue''' {{Kapitälchen|überall}} | ||
Die 1. Person Singular Präsens von ''freuen'' kann – wie bei anderen Verben, deren Stamm auf einen Vokal endet<ref>{{Kapitälchen|Eisenberg}}, Peter (2013): ''Grundriss der deutschen Grammatik.'' Band 1: Das Wort. 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Stuttgart: Metzler, S. 183.</ref> – [[e-Ausfall bei häufigen Verben|mit oder ohne Endungs-''e'']] gebildet werden. In der Fachliteratur wird gelegentlich angenommen, dass die Form ohne ''e''-Endung vor allem im Süden des deutschsprachigen Raums verwendet wird.<ref>{{Kapitälchen|Eisenberg}}, Peter (2013): ''Grundriss der deutschen Grammatik.'' Band 1: Das Wort. 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Stuttgart: Metzler, S. 182f.</ref> Dies kann durch die [[ | Die 1. Person Singular Präsens von ''freuen'' kann – wie bei anderen Verben, deren Stamm auf einen Vokal endet<ref>{{Kapitälchen|Eisenberg}}, Peter (2013): ''Grundriss der deutschen Grammatik.'' Band 1: Das Wort. 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Stuttgart: Metzler, S. 183.</ref> – [[e-Ausfall bei häufigen Verben|mit oder ohne Endungs-''e'']] gebildet werden. In der Fachliteratur wird gelegentlich angenommen, dass die Form ohne ''e''-Endung vor allem im Süden des deutschsprachigen Raums verwendet wird.<ref>{{Kapitälchen|Eisenberg}}, Peter (2013): ''Grundriss der deutschen Grammatik.'' Band 1: Das Wort. 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Stuttgart: Metzler, S. 182f.</ref> Dies kann durch die [[Datenerhebung|Variantengrammatik]] in der Tendenz bestätigt werden: Die 1. Person Singular Präsens von ''freuen'' ohne die Endung -''e'' kommt in A (ohne {{Kapitälchen|A-west}}) und mit leicht abnehmender Häufigkeit auch in {{Kapitälchen|D-süd}} vor, in allen anderen Arealen hingegen allenfalls sporadisch. Überwiegend werden die Varianten ohne -''e'' dabei in zitierter Rede verwendet. | ||
== Beispielbelege == | == Beispielbelege == | ||
Aktuelle Version vom 12. Dezember 2019, 11:20 Uhr
Frequenzangaben
| Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals. | |
| sporadisch | 4% und weniger |
| kommt (selten) vor | 5%–20% |
| gebräuchlich | 21%–50% |
| üblich / mehrheitlich | 51%–95% |
| (fast) ausnahmslos | 96%–100% |
| * | unter Schwellenwert (absolute Belegzahl) |
Arealkürzel
|
A: Österreich
Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)
Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Kärnten, Steiermark
Wien, Niederösterreich, Burgenland BELG: Belgien
Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen
Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen
Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)
Bayern LIE: Liechtenstein |
freuen 1. Pers. Sg. Präs.: ich freu(') A (ohne A-west), D-süd; ich freue überall
Die 1. Person Singular Präsens von freuen kann – wie bei anderen Verben, deren Stamm auf einen Vokal endet<ref>Eisenberg, Peter (2013): Grundriss der deutschen Grammatik. Band 1: Das Wort. 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Stuttgart: Metzler, S. 183.</ref> – mit oder ohne Endungs-e gebildet werden. In der Fachliteratur wird gelegentlich angenommen, dass die Form ohne e-Endung vor allem im Süden des deutschsprachigen Raums verwendet wird.<ref>Eisenberg, Peter (2013): Grundriss der deutschen Grammatik. Band 1: Das Wort. 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage. Stuttgart: Metzler, S. 182f.</ref> Dies kann durch die Variantengrammatik in der Tendenz bestätigt werden: Die 1. Person Singular Präsens von freuen ohne die Endung -e kommt in A (ohne A-west) und mit leicht abnehmender Häufigkeit auch in D-süd vor, in allen anderen Arealen hingegen allenfalls sporadisch. Überwiegend werden die Varianten ohne -e dabei in zitierter Rede verwendet.
Beispielbelege
- freu(')
- Im Wahlkampf ist das normalerweise so: Wenn einer was sagt, ist der andere automatisch dagegen. Wenn vier Punkte durchgehen, freu ich mich. (Kronen Zeitung, Steiermark und Kärnten).
- "Der Teambewerb ist sicherlich spannend, ich freu mich drauf und hoffe, dass wir gut abschneiden." (Oberösterreichische Nachrichten).
- Ich bin sehr gespannt, was die neue Vogtlandhalle bietet. Und freu mich auf das Gastspiel in Greiz. (Thüringer Allgemeine).
- Aufgrund der Geschichten in der jüngsten Vergangenheit freu ich mich auf 2013. (Kleine Zeitung, Steiermark und Kärnten).
- "Ich freu' mich schon", sagt Dorothea Ermers. (Rheinische Post).
- freue
- Das Jubiläumsjahr endet ja erst am 31. Dezember. Von daher freue ich mich noch auf die restlichen Tage dieses schönen Jahres. (Neue Westfälische).
- "Ich freue mich schon sehr lange auf diesen Urlaub und bereite mich spirituell intensiv darauf vor." (Rheinische Post).
- Na klar, die neue Arbeit ist eine Herausforderung, aber ich freue mich darauf und habe Ideen. (Märkische Allgemeine).
- "Ich freue mich riesig", erklärte der Amtsinhaber. (Neue Osnabrücker Zeitung).
- Ich freue mich, wenn Teilnehmer sagen, darüber müssen wir nochmal diskutieren. (Märkische Allgemeine).
Karten
Frequenztabelle
| Arealkürzel |
|---|
|
A: Österreich
Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)
Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Kärnten, Steiermark
Wien, Niederösterreich, Burgenland BELG: Belgien
Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen
Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen
Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)
Bayern LIE: Liechtenstein |
| Spezielle Markierungen und Abkürzungen |
|---|
Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier. |
| Korpus und Quellen |
|---|
|
Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier. |
| Rundungsdifferenzen |
|---|
| Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%. |
| Areal | freu(') | freue |
|---|---|---|
| BELG | 0% | 100% |
| LUX | 0% | 100% |
| LIE | 3% | 97% |
| STIR | 7% | 93% |
| A-ost | 6% | 94% |
| CH | 1% | 99% |
| A-west | 3% | 97% |
| A-mitte | 8% | 92% |
| A-südost | 6% | 94% |
| D-nordwest | 2% | 98% |
| D-nordost | 2% | 98% |
| D-mittelost | 3% | 97% |
| D-südwest | 5% | 95% |
| D-mittelwest | 4% | 96% |
| D-südost | 5% | 95% |
Einzelnachweise
<references />