Artikelgebrauch: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Variantengrammatik des Standarddeutschen
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(Weiterleitung nach Gebrauch von Artikeln und Pronomen erstellt)
 
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== Allgemeine Bemerkungen zum Artikel ==
#WEITERLEITUNG [[Gebrauch von Artikeln und Pronomen]]
 
Artikel gehören zu den grammatischen Wörtern, d. h. sie haben keine inhaltliche Bedeutung, sondern nur eine grammatische Funktion. Die Mitglieder der Wortart Artikel sind durch folgende Merkmale gekennzeichnet:<ref>Vgl. {{Kapitälchen|Himmelmann}}, Nikolaus P. (2001): Articles. In: Haspelmath, Martin / König, Ekkehard / Oesterreicher, Wulf / Raible, Wolfgang (Hrsg.): ''Sprachtypologie und sprachliche Universalien. Ein internationales Handbuch''. Band 1. Berlin/New York: de Gruyter (= HSK 20.1), S. 831–842; hier S. 832–833.</ref><br />
 
*Sie kommen nur in Substantivgruppen vor, also in Wortverbindungen, deren Kern Substantive sind.
*Ihre Stellung ist festgelegt, d. h. sie gehen entweder dem Substantiv voran (wie im Deutschen, z. B. '''''der''' Mann'') oder sie folgen ihm (vgl. skandinavische Sprachen, in denen der Artikel mit dem Substantivstamm verschmolzen ist, z. B. dän. ''mand-'''en''''' 'der Mann'). Nur in Ausnahmefällen können in manchen Sprachen Artikel in beiden Positionen stehen (z. B. im Schwedischen, wenn vor dem Substantiv auch ein Adjektiv steht, wie in '''''det''' stora hus-'''et''''' 'das große Haus').
*Ihr Auftreten ist in manchen grammatischen Kontexten obligatorisch, d. h. sie können nicht weggelassen werden. Im Deutschen muss ein zählbares Substantiv im Singular i. d. R. mit einem Artikel (oder einem Possessivpronomen oder dem Zahlwort ''ein'') stehen, vgl. ''Sie sah die Frau'' / (''s'')''eine Frau'', aber nicht *''Sie sah Frau''; ''Er nahm den'' / (''s'')''einen Stift in die Hand'', aber nicht *''Er nahm Stift in Hand''. (Der Asterisk* markiert, dass diese Form als grammatisch inakzeptabel gilt.) Ausnahmen davon sind in bestimmten präpositionalen Wendungen (z. B. ''Ein Leben ohne'' (''einen'') ''Mops ist denkbar.'')<ref>Vgl. {{Kapitälchen|Duden}} (2016): ''Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch''. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 334.</ref> oder in [[Phraseologismen]] (z. B. … ''wo sich Fuchs und Has’ gute Nacht sagen.'') möglich.<br />
 
Artikel gibt es nicht in allen Sprachen der Welt. So fehlen sie etwa in Sprachen wie Türkisch und Arabisch, die heute auch in den deutschsprachigen Ländern hohe Sprecher/innen/zahlen haben. Auch das Indogermanische hatte, soweit man heute weiß, keine Artikel. Artikel sind im Laufe der Sprachgeschichte erst aus anderen Wortarten entstanden. Mit vielen anderen Sprachen hat das Deutsche gemein, dass die bestimmten Artikel (''der'', ''die'', ''das'') aus Demonstrativpronomen und die unbestimmten Artikel aus dem (Kardinal-)Zahladjektiv ''ein''/''eine...'' entstanden sind.<ref>Vgl. {{Kapitälchen|Himmelmann}}, Nikolaus P. (2001): Articles. In: Haspelmath, Martin / König, Ekkehard / Oesterreicher, Wulf / Raible, Wolfgang (Hrsg.): ''Sprachtypologie und sprachliche Universalien. Ein internationales Handbuch''. Band 1. Berlin/New York: de Gruyter (= HSK 20.1), S. 831–842; hier S. 834–838.</ref> Bis heute sind im Deutschen – anders als etwa im Englischen – die morphologischen Formen des bestimmten Artikels nicht von denen des Demonstrativpronomens (und auch nicht von denen des Relativpronomens) ''der''/''die''/''das'' zu unterscheiden; die Formen des unbestimmten Artikels und des Zahladjektivs ''ein-'' stimmen im Deutschen ebenfalls überein.<ref>Vgl. {{Kapitälchen|Duden}} (2016): ''Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch''. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 260, 303, 335–336.</ref><br />
 
== Formen bestimmter und unbestimmter Artikel ==
 
Die Artikel im Deutschen sind deklinierbar (wie Substantive, Adjektive und Pronomen). Sie kongruieren mit dem Substantiv in einer Substantivgruppe (wie Adjektive und Pronomen auch), d. h., die [[Genus|Genus-]], Kasus- und Numerusformen des Artikels werden an das Substantiv angepasst, dem sie zugeordnet sind. Im Gegensatz zu Adjektiven, die ebenfalls mit dem Substantiv auftreten, sind Artikel nicht steigerbar (ebenso wenig wie Pronomen). Im Plural weisen die bestimmten Artikel nur eine Differenzierung nach Kasus, nicht nach Genus auf. Unbestimmte Artikel haben keine Pluralformen. Die Tabellen 1 und 2 zeigen die Formen der Artikel im Deutschen im Überblick:<br />
 
{| class="wikitable"
|-
! '''Kasus'''
! '''Mask. Sg.'''
! '''Fem. Sg.'''
! '''Neutr. Sg.'''
! '''Mask./Fem./Neutr. Pl.'''
|-
| Nominativ
| ''der''
| ''die''
| ''das''
| ''die''
|-
| Akkusativ
| ''den''
| ''die''
| ''das''
| ''die''
|-
| Dativ
| ''dem''
| ''der''
| ''dem''
| ''den''
|-
| Genitiv
| ''des''
| ''der''
| ''des''
| ''der''
|-
|}
<small>Tabelle 1: Formen des bestimmten Artikels im Deutschen </small>
 
{| class="wikitable"
|-
! '''Kasus'''
! '''Mask. Sg.'''
! '''Fem. Sg.'''
! '''Neutr. Sg.'''
! '''Mask./Fem./Neutr. Pl.'''
|-
| Nominativ
| ''ein''
| ''eine''
| ''ein''
| ''--''
|-
| Akkusativ
| ''einen''
| ''eine''
| ''ein''
| ''--''
|-
| Dativ
| ''einem''
| ''einer''
| ''einem''
| ''--''
|-
| Genitiv
| ''eines''
| ''einer''
| ''einem''
| ''--''
|-
|}
<small>Tabelle 2: Formen des unbestimmten Artikels im Deutschen </small>
 
== Funktionen und Gebrauch bestimmter und unbestimmter Artikel ==
 
Die Artikel zählen zu den am häufigsten verwendeten Wörtern im Deutschen.<ref>Vgl. {{Kapitälchen|König}}, Werner / {{Kapitälchen|Elspaß}}, Stephan / {{Kapitälchen|Möller}}, Robert (2015): ''dtv-Atlas Deutsche Sprache''. 18., durchgesehene und korrigierte Auflage. München: dtv, S. 114–115.</ref><br />
 
Die zentrale semantisch-syntaktische Funktion von bestimmten und unbestimmten Artikeln im Deutschen ist, Definitheit (Bestimmtheit) bzw. Indefinitheit (Unbestimmtheit) anzuzeigen. Das sei am Gebrauch des unbestimmten und bestimmten Artikels illustriert: Durch die Verwendung des Artikels ''ein''/''eine...'' (oder des Zahladjektivs ''ein''/''eine...'') bleibt ein Vertreter einer Gattung unbestimmt ('''''ein''' Hund'', '''''eine''' Blume'', '''''ein''' Dessert''). Dagegen zeigt der bestimmte Artikel ''der''/''die''/''das'' (oder ein Demonstrativum wie ''der''/''die''/''das'', ''dieser''/''diese''/''dieses'') einen aufgrund situativer oder kontextueller Umstände bestimmten Vertreter einer Gattung an ('''''der''' Hund hier'' (und nicht der andere), '''''die''' Blume da'' (auf die gedeutet wird), '''''das''' Dessert von gestern'' (von dem die Rede war) usw.).<ref>{{Kapitälchen|Schwinn}}, Horst (2005): Definitheit. In: Glück, Helmut (Hrsg.): ''Metzler Lexikon Sprache''. 3., neubearbeitete Auflage. Stuttgart/Weimar: Metzler, S. 126.</ref><br />
 
Der unbestimmte Artikel wird im Deutschen also verwendet, wenn bei zählbaren Substantiven im Singular (zunächst) kein bestimmter Vertreter einer Gattung gemeint ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn dieser in einem Gespräch, einem Bericht oder einer Erzählung erst eingeführt wird: ''Ich habe '''eine''' Amsel gesehen. Gestern verunfallte '''ein''' Autofahrer. Es war einmal '''ein''' armes Mädchen.'' Auch Personennamen können in diesem Sinne mit einem unbestimmten Artikel verbunden werden: '''''Ein''' Herr Müller ist für dich am Apparat!'' Bei einem prädikativen Substantiv steht der unbestimmte Artikel dann, wenn mit ihm "die Zugehörigkeit zu einer sozial etablierten und anerkannten Gruppe (Nationalität, Herkunft, Beruf, Funktion, Weltanschauung, Religion, gesellschaftlicher Status usw.) angegeben wird" und das Substantiv ein Attribut enthält, "das kein integraler Bestandteil der entsprechenden Zugehörigkeitsbezeichnung ist"<ref>Vgl. {{Kapitälchen|Duden}} (2016): ''Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch''. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 333.</ref>, vgl. ''Sie ist '''eine''' bekannte Wissenschafterin'' vs. ''Sie ist österreichische Staatsangehörige''.<br />
 
Der Gebrauch des bestimmten Artikels im Deutschen ist – wie oben erwähnt – an bestimmte situative oder kontextuelle Umstände geknüpft; solche Gebrauchsbedingungen gelten zum großen Teil auch für die Verwendung von bestimmten Artikeln in anderen Sprachen.<ref>Vgl. {{Kapitälchen|Himmelmann}}, Nikolaus P. (2001): Articles. In: Haspelmath, Martin / König, Ekkehard / Oesterreicher, Wulf / Raible, Wolfgang (Hrsg.): ''Sprachtypologie und sprachliche Universalien. Ein internationales Handbuch''. Band 1. Berlin/New York: de Gruyter (= HSK 20.1), S. 831–842; hier S. 833.</ref> Die wichtigsten dieser Bedingungen im freien Gebrauch des bestimmten Artikels sind:<ref>Aufzählung nach {{Kapitälchen|Duden}} (2016): ''Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch''. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 293–297.</ref>
 
*Vorerwähnung (mit Rückverweisung im Text/Gespräch): ''Gestern verunfallte ein Autofahrer auf der Brennerautobahn. '''Der''' 57-Jährige war stark alkoholisiert.'' (Der Referent des Ausdrucks ''Der 57-Jährige'' ist derselbe, der zuvor mit ''ein Autofahrer'' eingeführt wurde.)
*Vorinformation: ''Was hat '''der''' Alkoholtest ergeben?'' (Man weiß, was ein Alkoholtest in diesem Zusammenhang bedeutet.)
*Kennzeichnung durch Attribuierung: ''Ich kenne '''den''' Mann, der verunfallt ist, gut.'' (Es ist ein bestimmter Mann gemeint, nämlich der, ''der verunfallt ist''.)
*Sachliche Einmaligkeit: '''''Die''' Sonne ging gerade auf, als der Unfall passierte.'' (Man geht davon aus, dass es nur eine Sonne gibt.)
*Generalisierungen: ''Der Fahrer hatte tags vorher '''dem''' Alkohol gehörig zugesprochen.'' (Man weiß, dass mit ''dem Alkohol'' alkoholische Getränke gemeint sind, die eine bestimmte Wirkung verursachen.)<br />
 
Zum gebundenen Gebrauch des Artikels gehören die Verwendung des bestimmten Artikels bei [[Artikelgebrauch bei Länder- und Landschaftsnamen|Länder- und Landschaftsnamen]] sowie die Festlegung auf einen – bestimmten oder unbestimmten – Artikel in Phraseologismen. In beiden Fällen kann der Gebrauch nicht durch grammatische Regularitäten des Deutschen erklärt werden. So ist beispielsweise der bestimmte Artikel in ''die Tschechische Republik'' durch die Attribuierung von ''Republik'' erklärbar; es zeigt sich hier die Regularität, Länder- und Gebietsnamen, die auf ''-ei'' enden, mit dem Artikel ''die'' zu verwenden (z. B. ''die Türkei'', ''die Slowakei'', ''die Walachei''). Bei ''die USA'' und ''die Niederlande'' ist die Verwendung des Pluralartikels ''die'' durch den Plural motiviert, der den beiden Ländernamen inhärent ist und auch das kongruierende Verb in den Plural setzt (''Die USA haben ...''). Hingegen gibt es bei Namen wie ''der Irak'', ''der Iran'', ''der''/''das Kosovo'' oder ''der''/''die Peloponnes'' keine grammatische Regel des Deutschen, die den Artikelgebrauch steuert. Bei [[Phraseologismen]] zeigt sich der gebundene Gebrauch zum einen dadurch, dass in manchen phraseologischen Wendungen ein Artikel obligatorisch zu setzen ist (z. T. ist er mit einer Präposition verschmolzen), während er in anderen obligatorisch fehlt, z. B. (''jemanden'') ''auf '''die''' Palme bringen'' vs. ''auf __ gut Glück''; oder ''zu'''m''''' / ''zu '''einem''' guten Abschluss bringen'' vs. ''etwas in __ Ordnung bringen''. Zum anderen kommt die Gebundenheit dadurch zum Ausdruck, dass entweder der bestimmte oder der unbestimmte Artikel steht und diese nicht austauschbar sind, z. B. ''Er bringt mich noch auf '''die''' Palme'', nicht: *''Er bringt mich noch auf '''eine''' Palme''; ''Er könnte niemandem '''ein''' Härchen krümmen'', nicht: *''Er könnte niemandem '''das''' Härchen krümmen''.<br />
 
Neben den semantisch-syntaktischen Funktionen übernimmt der bestimmte Artikel im Deutschen auch eine formale Funktion: Bei der grammatischen Beschreibung des Substantivs werden die Artikel ''der'', ''die'' und ''das'' verwendet, um das grammatische Geschlecht eines Substantivs in seiner Grundform anzuzeigen: ''der Mann'' (Maskulinum), ''die Frau'' (Femininum) und ''das Kind'' (Neutrum; vgl. [[Genus]]).<br />
 
== (Areale) Variation im Gebrauch von Artikeln im Deutschen ==
 
Die Variation der Artikelverwendung im Deutschen bezieht sich (a) auf die An- oder Abwesenheit von Artikeln bei Substantiven im Singular, (b) auf die An- oder Abwesenheit von Artikeln bei Substantiven im Plural, selten auch (c) auf die Variation zwischen unbestimmtem und bestimmtem Artikel. Alle drei Arten der Variation treten zum großen Teil in Abhängigkeit von regionalen Gebrauchspräferenzen auf.<br />
 
zu (a): Variation in Form einer An- oder Abwesenheit der Artikelsetzung bei Substantiven im Singular fällt im Deutschen besonders bei der Verwendung von Eigennamen auf. Da Eigennamen aus sich heraus definit sind – sie dienen dazu, Einzelnes unverwechselbar zu benennen –, stehen sie i. d. R. ohne Artikel. Bekannte Ausnahmen davon gibt es in zwei Fällen:<br />
 
Im gesprochenen Deutsch schwankt der Gebrauch des Artikels sowohl bei Familien- als auch bei Vornamen: ''Müller'' / '''''Der''' Müller hat gesagt, ...''; ''Weiß jemand wo Anna'' / '''''die''' Anna ist?'' Die Formen mit Artikel sind – in formellen wie in informellen Kontexten – weit verbreitet, allenfalls im Norden Deutschlands (noch) nicht üblich.<ref>Vgl. ''Atlas zur deutschen Alltagssprache (AdA)'', Runde 9: http://www.atlas-alltagssprache.de/artikelnachname/, http://www.atlas-alltagssprache.de/artikelvorname/.</ref> Im Süden des deutschsprachigen Gebiets finden sie jedoch auch in standardsprachlichen Texten vermehrt Verwendung." <br />
 
Im Standard besteht Variation bei einigen [[Artikelgebrauch bei Länder- und Landschaftsnamen|Länder- und Landschaftsnamen]], die mit oder ohne bestimmten Artikel verwendet werden (und z. T. auch im Genus schwanken können). Bei den Ländernamen sind es häufig jüngere Namen, die im Artikelgebrauch variieren: ''(der) [[Iran]]'', ''Irak'', ''Jemen'', ''Kongo'', ''Libanon'', ''Niger'', ''Oman'', ''Senegal'', ''Sudan'', ''Tschad''; (''der''/''das) [[Kosovo]]''. Zu den Landschaftsnamen mit areal schwankendem Artikelgebrauch gehören z. B. (''das'') ''[[Vorarlberg]]'' und (''das'') ''[[Tirol / -tirol|Tirol]]''.
 
Abgesehen von diesen beiden Fällen ist der Artikelgebrauch bei Namen obligatorisch (und damit nicht variabel), wenn die Namen attribuiert sind (''der alte Müller''; ''die kleine Anna''; ''ein Hans, wie wir ihn kennen''; ''der frühere Iran''; ''das schöne Vorarlberg'') – es sei denn, sie stehen mit unflektiertem Adjektiv (''In ganz Österreich und halb Deutschland ist das so.'').<ref>Vgl. {{Kapitälchen|Duden}} (2016): ''Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch''. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 301.</ref><br />
 
zu (b): Bei einigen Phraseologismen variiert die Verwendung des Artikels bei einem Substantiv im Plural, z. B. ''jemandem wird es'' (''grün und'') ''blau vor '''den''''' / ''vor __ Augen''; ''etwas ist mit '''den''''' / ''mit __ Händen zu greifen''.<br />
 
zu (c): Eine Variation zwischen unbestimmtem und bestimmtem Artikel tritt ebenfalls bei einigen [[Phraseologismen]] auf, z. B.: ''jemand stellt jemandem '''ein''''' / (selten:) '''''das''' Bein''; ''an'' (''jemandem''/''etwas'') '''''einen''''' / (selten:) '''''den''' Narren gefressen haben''. Auch hier deuten sich regionale Präferenzen für die eine oder andere Variante an.<br />
 
== Einzelnachweise ==
<references />
 
== Weiterführende Literatur ==
 
*{{Kapitälchen|Bisle-Müller}}, Hansjörg (1991): ''Artikelwörter im Deutschen. Semantische und pragmatische Aspekte ihrer Verwendung.'' Tübingen: Niemeyer.
*{{Kapitälchen|Duden}} (2016): ''Die Grammatik. Unentbehrlich für richtiges Deutsch''. 9., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 4), S. 291–302, 331–339.
*{{Kapitälchen|Heinrichs}}, Heinrich Matthias (1954): ''Studien zum bestimmten Artikel in den germanischen Sprachen.'' Gießen: Schmitz.
*{{Kapitälchen|Himmelmann}}, Nikolaus P. (2001): Articles. In: Haspelmath, Martin / König, Ekkehard / Oesterreicher, Wulf / Raible, Wolfgang (Hrsg.): ''Sprachtypologie und sprachliche Universalien. Ein internationales Handbuch''. Band 1. Berlin/New York: de Gruyter (= HSK 20.1), S. 831–842.
*{{Kapitälchen|Hoffmann}}, Ludger (2007): Determinativ. In: Hoffmann, Ludger (Hrsg.): ''Handbuch der deutschen Wortarten.'' Berlin/New York: de Gruyter, S. 293–356.
 
<span style="color:gray"> <small>''Verfasst von Stephan Elspaß''</small> </span>
 
 
[[Kategorie:Gebrauch des Artikels]] [[Kategorie:Grundlagenartikel]]

Aktuelle Version vom 28. September 2018, 16:06 Uhr