Schippen / schüppen: Unterschied zwischen den Versionen
(Die Seite wurde neu angelegt: „{{Lesehilfe}} {{DISPLAYTITLE:schippen / schüppen}} '''schippen''' sw.V./hat {{Kapitälchen|D}}; '''schüppen''' sw.V./hat {{Kapitälchen|D-mittelwest}} 'scha…“) |
(→Karten) |
||
| Zeile 24: | Zeile 24: | ||
{| style="margin: auto;" width="100%" | {| style="margin: auto;" width="100%" | ||
|<gallery mode="nolines" widths="300px" heights="300px">File: | |<gallery mode="nolines" widths="300px" heights="300px">File:schippen_schüppen2.png|Relative Auftretenshäufigkeit von ''schippen / schüppen'' innerhalb der einzelnen Areale</gallery> | ||
|<gallery mode="nolines" widths="300px" heights="300px">File: | |<gallery mode="nolines" widths="300px" heights="300px">File:schippen2.png|Relative Auftretenshäufigkeit von ''schippen'' innerhalb der einzelnen Areale im Verhältnis zu ''schüppen'' (in %) </gallery> | ||
|<gallery mode="nolines" widths="300px" heights="300px">File: | |<gallery mode="nolines" widths="300px" heights="300px">File:schüppen2.png|Relative Auftretenshäufigkeit von ''schüppen'' innerhalb der einzelnen Areale im Verhältnis zu ''schippen'' (in %)</gallery> | ||
|} | |} | ||
Aktuelle Version vom 11. Juni 2020, 08:43 Uhr
Frequenzangaben
| Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals. | |
| sporadisch | 4% und weniger |
| kommt (selten) vor | 5%–20% |
| gebräuchlich | 21%–50% |
| üblich / mehrheitlich | 51%–95% |
| (fast) ausnahmslos | 96%–100% |
| * | unter Schwellenwert (absolute Belegzahl) |
Arealkürzel
|
A: Österreich
Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)
Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Kärnten, Steiermark
Wien, Niederösterreich, Burgenland BELG: Belgien
Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen
Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen
Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)
Bayern LIE: Liechtenstein |
schippen sw.V./hat D; schüppen sw.V./hat D-mittelwest 'schaufeln'
Die beiden Verben schippen und schüppen werden ohne Bedeutungsunterschied nebeneinander gebraucht. In BELG*, LUX* und D wird fast ausnahmlos schippen verwendet: Wenn die Hausmeister mit ihrer jahrelangen Erfahrung den Schnee selbst vom Dach schippen, ist dagegen nichts einzuwenden. (Thüringer Allgemeine). Eine Ausnahme bildet hier D-mittelwest, wo neben schippen auch schüppen gebräuchlich ist: Zu Fuß kommt er nicht über die Mauer und eine Schneise für sein Auto zu schüppen ist ihm unmöglich. (Neue Westfälische).
Beispielbelege
- schippen
- Der Bürger ist angehalten Schnee zu schippen, aber die Bahn sieht sich außerstande, den Schnee zügig von den Gleisen zu räumen. (Rheinische Post).
- Ein Helfer schippt feinen Sand in die Schubkarre. (Märkische Online Zeitung).
- Anlieger dürfen auch nicht einfach den Schnee vor ihrer Tür auf die Straße schippen. (Thüringer Allgemeine).
- So schippte der eine die Straße frei und den Gehweg zu, der nächste den Schnee vom Gehweg wieder auf die Straße. (Thüringer Allgemeine).
- Hinzu kommen Notfälle wie Schnee schippen oder das Reinigen von Gebäuden nach einem Brand. (Luxemburger Wort).
- schüppen
- Die wenigsten Leute schüppen einen Durchgang. (Neue Westfälische).
- Er ist sich sicher, dass es nicht funktionieren werde, wenn diese etwa drei Monate stur Schnee schüppen müssten, um ihre Arbeitsbereitschaft unter Beweis zu stellen. (Rheinische Post).
- Schließlich singt er noch ein Lied über Putzfrauen in Ägypten, die nicht putzen, sondern schüppen. (Rheinische Post).
- Um an Geld zu kommen, übernimmt der Reisende auch hin und wieder Kleinarbeiten: "Rasen mähen und Schnee schüppen etwa, aber ich war auch schon für drei Monate bei einem Schäfer im Dienst." (Hessische/Niedersächsische Allgemeine).
- Wir müssen die Schneeberge in den Garten schüppen oder sogar auf dem Bürgersteigrand "hochbauen".... (Neue Westfälische).
Karten
Frequenztabelle
| Arealkürzel |
|---|
|
A: Österreich
Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)
Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Kärnten, Steiermark
Wien, Niederösterreich, Burgenland BELG: Belgien
Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen
Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen
Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)
Bayern LIE: Liechtenstein |
| Spezielle Markierungen und Abkürzungen |
|---|
Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier. |
| Korpus und Quellen |
|---|
|
Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier. |
| Rundungsdifferenzen |
|---|
| Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%. |
| Areal | schippen | schüppen |
|---|---|---|
| LIE | 0% (k.B.) | 0% (k.B.) |
| STIR | 0% (k.B.) | 0% (k.B.) |
| CH | 0% (k.B.) | 0% (k.B.) |
| A-ost | 0% (k.B.) | 0% (k.B.) |
| A-südost | 0% (k.B.) | 0% (k.B.) |
| A-west | 0% (k.B.) | 0% (k.B.) |
| A-mitte | 0% (k.B.) | 0% (k.B.) |
| BELG | 100% (u.S.) | 0% |
| LUX | 100% (u.S.) | 0% |
| D-südost | 100% | 0% |
| D-südwest | 100% | 0% |
| D-mittelwest | 76% | 24% |
| D-nordwest | 98% | 2% |
| D-mittelost | 100% | 0% |
| D-nordost | 100% | 0% |
Siehe auch
- Grundlagenartikel: Wortbildung (oder direkt Unterkapitel Verbderivation)
- Thematisch verwandte Artikel: Schippe / Schüppe