Köpfeln / köpfen: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 13. November 2018, 16:00 Uhr
Frequenzangaben
| Die prozentualen Werte entsprechen der relativen Auftretenshäufigkeit einer Variante innerhalb eines Sprachareals. | |
| sporadisch | 4% und weniger |
| kommt (selten) vor | 5%–20% |
| gebräuchlich | 21%–50% |
| üblich / mehrheitlich | 51%–95% |
| (fast) ausnahmslos | 96%–100% |
| * | unter Schwellenwert (absolute Belegzahl) |
Arealkürzel
|
A: Österreich
Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)
Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Kärnten, Steiermark
Wien, Niederösterreich, Burgenland BELG: Belgien
Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen
Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen
Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)
Bayern LIE: Liechtenstein |
köpfeln sw.V./hat A, CH, LIE; köpfen sw.V./hat überall 'einen Kopfball spielen'
Vom Verb köpfen kann das Verb köpfeln abgeleitet werden (vgl. Verben auf -el(n) / ohne Suffix). Die Varianten köpfeln und köpfen werden beide u. a. in der Bedeutung 'einen Kopfball spielen' gebraucht. In D, BELG und LUX wird fast ausnahmslos köpfen verwendet: In der 42. Minute köpft Schulz die Kugel links am Kasten vorbei. (Thüringer Allgemeine). In A-südost, CH und LIE ist neben köpfen auch köpfeln gebräuchlich, in A-mitte und A-west ist köpfeln sogar die mehrheitlich verwendete Variante: Mit viel Tempo kam er aus dem Rückraum und köpfelte den Ball ins Tor zum erneuten Ausgleich. (St. Galler Tagblatt).
Beispielbelege
- köpfeln
- Nach einem Kreuz-Eckball entwischte Dario Baldauf seinem Bewacher Thomas Zündel und köpfelte den Ball wuchtig unter die Latte. (Vorarlberg Online).
- In der 90. Minute konnte Josse Berberat aus acht Metern frei stehend aufs Tor köpfeln. (Basellandschaftliche Zeitung).
- Der Führende der Schützenliste verwertete aus kurzer Distanz, nachdem Maierhofer nach Ulmer-Flanke zuvor aus drei Metern an die Latte geköpfelt hatte. (Salzburger Nachrichten).
- Burgmeier köpfelte eine Harrer-Flanke ins Tor; er nutzte eine allgemeine Verwirrung in der Bieler Abwehr aus. (Liechtensteiner Vaterland).
- In der 54. Minute köpfelte sich Maierhofer im eigenen Strafraum den Ball selbst an die Hand, diese Aktion wurde von Schiedsrichter Schörgenhofer aber ebenfalls nicht mit Strafstoß geahndet. (Vorarlberg Online).
- köpfen
- In der 49. Minute bekam Schackstedt einen Freistoß zugesprochen, Steve Elle zirkelte diesen punktgenau auf Peter Mosko, der den Ball ins Tor köpfte. (Mitteldeutsche Zeitung).
- Zuvor hatte Jan Peter Lang einen Freistoß von Andreas Bürger an den Pfosten geköpft. (Hessische/Niedersächsische Allgemeine).
- Siegert flankt und Schmidt köpft knapp drüber. (Neue Osnabrücker Zeitung).
- Der Angreifer brachte es aber fertig, aus nur drei Metern völlig unbedrängt das runde Leder am Pfosten vorbei ins Aus zu köpfen. (Thüringer Allgemeine).
- Nach einer Flanke von der rechten Seite köpfte er in das Tor. (Oberösterreichische Nachrichten).
Karten
Frequenztabelle
| Arealkürzel |
|---|
|
A: Österreich
Vorarlberg (Vbg.), Tirol (inkl. Osttirol) (Tir.), Bezirk Zell am See/"Pinzgau" (Bundesland Salzburg)
Oberösterreich, Bundesland Salzburg (ohne
Kärnten, Steiermark
Wien, Niederösterreich, Burgenland BELG: Belgien
Rheinpfalz (Rheinland-Pfalz), Saarland, Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz (ohne Region Rheinpfalz), Hessen
Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Niedersachsen
Brandenburg (ohne Region Niederlausitz), Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, alter Bezirk Magdeburg (Sachsen-Anhalt)
Sachsen, Thüringen, Region Niederlausitz (Brandenburg), alter Bezirk Halle (Saale) (Sachsen-Anhalt)
Bayern LIE: Liechtenstein |
| Spezielle Markierungen und Abkürzungen |
|---|
Nähere Angaben zu den festgelegten Schwellenwerten finden sich hier. |
| Korpus und Quellen |
|---|
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Das untersuchte Korpus umfasst knapp 600 Mio. Wörter und enthält Texte aus 68 Zeitungen des zusammenhängenden deutschsprachigen Raums (Zeitraum: 2000-2013). Für weitere Informationen zum Korpus, zum statistischen Vorgehen sowie zu den analysierten Zeitungen siehe hier. |
| Rundungsdifferenzen |
|---|
| Es können Rundungsdifferenzen auftreten, in solchen Fällen ergibt die Summe der Prozentzahlen in einer Tabelle nicht genau 100%. |
| Areal | köpfeln | köpfen |
|---|---|---|
| D-südwest | 0% | 100% |
| D-nordost | 0% | 100% |
| D-nordwest | 0% | 100% |
| BELG | 0% | 100% |
| D-mittelwest | 0% | 100% |
| LUX | 0% | 100% |
| A-ost | 100% (u.S.) | 0% |
| D-mittelost | 0% | 100% |
| D-südost | 0% | 100% |
| A-west | 57% | 43% |
| LIE | 35% | 65% |
| CH | 18% | 82% |
| A-südost | 37% | 63% |
| A-mitte | 54% | 46% |
| STIR | 0% (k.B.) | 0% (k.B.) |
Siehe auch
- Grundlagenartikel: Wortbildung (oder direkt Unterkapitel Verbderivation)
- Überblicksartikel: Verben auf -el(n) / ohne Suffix
- Einzelartikel: drängeln / drängen, weißeln / weißen