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	<title>Valenz und Rektion - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Variantengrammatik des Standarddeutschen</subtitle>
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		<title>Rothenha: replace dead grammis links</title>
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		<updated>2018-12-11T22:50:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;replace dead grammis links&lt;/p&gt;
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Unter der &amp;#039;&amp;#039;semantischen Valenz&amp;#039;&amp;#039; fassen sie die Tatsache, dass &amp;quot;Verben bestimmte Kontextpartner fordern&amp;quot;, unter der &amp;#039;&amp;#039;syntaktischen Valenz&amp;#039;&amp;#039; die &amp;quot;obligatorische oder fakultative Besetzung von Leerstellen in einer bestimmten, vom Verb her geforderten Zahl und Art, differenziert nach den Einzelsprachen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Kapitälchen|Helbig}}, Gerhard / {{Kapitälchen|Schenkel}}, Wolfgang (1971): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch zur Valenz und Distribution deutscher Verben.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Leipzig: VEB Bibliographisches Institut, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich können die Leerstellen in der Umgebung eines Verbs je nach Einzelsprache unterschiedlich besetzt werden. Im Italienischen z. B. treten Witterungsverben wie &amp;#039;&amp;#039;regnen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;schneien&amp;#039;&amp;#039; ohne Subjekt auf (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Piove&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;Es regnet&amp;#039;&amp;#039;), die Verben sind hier auf syntaktischer Ebene nullwertig. Weiter können sich Einzelsprachen darin unterscheiden, wie die Ergänzungen in der Umgebung eines Verbs syntaktisch realisiert werden. Im Englischen beispielsweise tritt das Verb &amp;#039;&amp;#039;erinnern&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;to remember&amp;#039;&amp;#039;) mit einem direkten Objekt auf (vgl. &amp;#039;&amp;#039;to remember somebody&amp;#039;&amp;#039;). In einzelnen Arealen des deutschen Sprachraums ist es zwar auch möglich, das Verb &amp;#039;&amp;#039;erinnern&amp;#039;&amp;#039; mit einem direkten Objekt anzuschliessen (vgl. &amp;#039;&amp;#039;etwas erinnern&amp;#039;&amp;#039;), darüber hinaus kann &amp;#039;&amp;#039;erinnern&amp;#039;&amp;#039; aber auch – und dies weitaus häufiger – mit einem Reflexivpronomen und einem präpositionalen Objekt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;sich an jemanden erinnern&amp;#039;&amp;#039;) oder einem Reflexivpronomen und einem Genitivobjekt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;sich einer Sache erinnern&amp;#039;&amp;#039;) verwendet werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Unterscheidung in semantische und syntaktische Valenz stammt von den Sprachwissenschaftlern Gerhard Helbig und Wolfgang Schenkel. 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In einzelnen Arealen des deutschen Sprachraums ist es zwar auch möglich, das Verb &amp;#039;&amp;#039;erinnern&amp;#039;&amp;#039; mit einem direkten Objekt anzuschliessen (vgl. &amp;#039;&amp;#039;etwas erinnern&amp;#039;&amp;#039;), darüber hinaus kann &amp;#039;&amp;#039;erinnern&amp;#039;&amp;#039; aber auch – und dies weitaus häufiger – mit einem Reflexivpronomen und einem präpositionalen Objekt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;sich an jemanden erinnern&amp;#039;&amp;#039;) oder einem Reflexivpronomen und einem Genitivobjekt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;sich einer Sache erinnern&amp;#039;&amp;#039;) verwendet werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Rothenha</name></author>
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		<title>Gerard Adarve: /* Weiterführende Literatur */</title>
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		<updated>2018-12-07T09:16:11Z</updated>

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		<title>Gerard Adarve: /* Zum theoretischen Hintergrund */</title>
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Das ist der Fall bei dem Verb &amp;#039;&amp;#039;singen&amp;#039;&amp;#039;, das mit oder ohne Objekt auftritt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Er singt gerne Arien&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;Er singt gerne&amp;#039;&amp;#039;__). Auch dieses Verb sieht, wie &amp;#039;&amp;#039;beantworten&amp;#039;&amp;#039;, im Aktivsatz zwei Leerstellen vor, doch nur eine davon muss besetzt werden. Um zu überprüfen, ob es sich um eine obligatorische oder um eine fakultative Ergänzung handelt, kann man den Weglasstest anwenden. Würde der Satz ungrammatisch, wenn das fragliche Element weggelassen wird, dann handelt es sich um eine obligatorische Ergänzung. Doch stellt sich hier das Problem, dass unter bestimmten kommunikativen Bedingungen fast jede Ergänzung weggelassen werden kann. Das gilt selbst für das Subjekt, wie das Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Bin gleich wieder da&amp;#039;&amp;#039; zeigt. Ein weiteres Problem resultiert daraus, dass es neben den Ergänzungen in vielen Sätzen Elemente gibt, die ebenfalls wegfallen können, ohne dass der Satz ungrammatisch würde. Diese bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;Angaben&amp;#039;&amp;#039;. In dem konstruierten Beispielsatz &amp;#039;&amp;#039;Susanna schenkt ihrer Freundin zum Geburtstag gerne Blumen&amp;#039;&amp;#039; beispielsweise treten zwei Angaben und drei Ergänzungen auf. Die Ergänzungen sind die Satzglieder, die auf die Fragen &amp;#039;&amp;#039;wer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;wem&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;was&amp;#039;&amp;#039; antworten (d. h. &amp;#039;&amp;#039;Susanna&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;ihrer Freundin&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Blumen&amp;#039;&amp;#039;). Eine dieser Ergänzungen, das Dativobjekt, ist fakultativ (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Susanna schenkt __ zum Geburtstag gerne Blumen&amp;#039;&amp;#039;). Doch ändert das nichts an der Dreiwertigkeit des Verbs &amp;#039;&amp;#039;schenken&amp;#039;&amp;#039;, potentiell hat es diese drei Leerstellen. Nun kommen in dem Beispiel aber noch die zwei Satzglieder &amp;#039;&amp;#039;gerne&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;zum Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; hinzu. Dabei handelt es sich um zusätzliche Informationen, wie sie sich in jedem Satz beliebig hinzufügen lassen. Selbst wenn in einem Satz mit dem Verb &amp;#039;&amp;#039;schenken&amp;#039;&amp;#039; vier oder fünf solche Angaben auftreten würden (was theoretisch möglich ist), ändert das nichts an der Dreiwertigkeit dieses Verbs.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Valenztheorie ist die Unterscheidung in obligatorische und fakultative Ergänzungen: &amp;#039;&amp;#039;Obligatorische Ergänzungen&amp;#039;&amp;#039; sind solche, die nicht weggelassen werden können, ohne dass der Satz ungrammatisch würde. Als Beispiel sei das zweiwertige Verb &amp;#039;&amp;#039;beschenken&amp;#039;&amp;#039; genannt, das nicht ohne Objekt stehen kann (vgl. den ungrammatischen Satz &amp;#039;&amp;#039;Sie beschenkt&amp;#039;&amp;#039;_). Wenn eine Ergänzung dagegen &amp;#039;nur&amp;#039; fakultativen Status hat, dann gehört sie zwar auch zur Wertigkeit eines Verbs, sie muss aber nicht realisiert werden. Das ist der Fall bei dem Verb &amp;#039;&amp;#039;singen&amp;#039;&amp;#039;, das mit oder ohne Objekt auftritt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Er singt gerne Arien&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;Er singt gerne&amp;#039;&amp;#039;__). Auch dieses Verb sieht, wie &amp;#039;&amp;#039;beantworten&amp;#039;&amp;#039;, im Aktivsatz zwei Leerstellen vor, doch nur eine davon muss besetzt werden. Um zu überprüfen, ob es sich um eine obligatorische oder um eine fakultative Ergänzung handelt, kann man den Weglasstest anwenden. 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		<author><name>Gerard Adarve</name></author>
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		<title>Gerard Adarve: /* Rektion */</title>
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		<updated>2018-06-27T11:07:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rektion&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wie wir gesehen haben, ist die Valenz massgeblich am Aufbau der syntaktischen Struktur von Sätzen beteiligt. Das gilt auch für ein weiteres Konzept, das in der Grammatik eine zentrale Rolle spielt: die &amp;#039;&amp;#039;Rektion&amp;#039;&amp;#039;. Zwar gibt es Überschneidungen mit dem Valenzbegriff, die Konzepte dürfen aber nicht gleichgesetzt werden. Deshalb sei auch hierzu eine kurze Begriffserläuterung gegeben: Die Rektion bezeichnet den Umstand, dass die grammatische Charakterisierung eines sprachlichen Elements durch ein anderes Element festgelegt wird. Die semantische Ebene spielt dabei – im Unterschied zur Valenz – keine Rolle, es geht lediglich darum, dass ein Element die Form eines anderen (und hier insbesondere den Kasus) bestimmt. So gibt es im Deutschen Präpositionen, die einen Dativ regieren (vgl. &amp;#039;&amp;#039;seit dem letzten Jahr&amp;#039;&amp;#039;), und andere, die einen Genitiv regieren (vgl. &amp;#039;&amp;#039;wegen des schlechten Wetters&amp;#039;&amp;#039;). Wer Deutsch lernt, muss sich diese Informationen zusammen mit dem jeweils regierenden Wort einprägen. Doch auch hier ist innerhalb einer Einzelsprache Variation möglich (vgl. &amp;#039;&amp;#039;wegen dem schlechten Wetter&amp;#039;&amp;#039;); und auch hier kann die Variation nicht nur stilistisch, sondern auch areal bedingt sein. Das sehen wir am Beispiel des Verbs &amp;#039;&amp;#039;[[kündigen]]&amp;#039;&amp;#039;, das entweder mit einem Dativ- oder einem Akkusativobjekt stehen kann (s. o.). Tritt ein Verb mit einem Präpositionalobjekt auf, wie es z. B. in der Konstruktion &amp;#039;&amp;#039;auf jemanden warten&amp;#039;&amp;#039; der Fall ist, dann regiert dieses Verb keinen Kasus, sondern eine Präposition (hier die Präposition &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039;) und diese Präposition wiederum einen Kasus (hier den Akkusativ, vgl. &amp;#039;&amp;#039;jemanden&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Wie wir gesehen haben, ist die Valenz massgeblich am Aufbau der syntaktischen Struktur von Sätzen beteiligt. Das gilt auch für ein weiteres Konzept, das in der Grammatik eine zentrale Rolle spielt: die &amp;#039;&amp;#039;Rektion&amp;#039;&amp;#039;. Zwar gibt es Überschneidungen mit dem Valenzbegriff, die Konzepte dürfen aber nicht gleichgesetzt werden. Deshalb sei auch hierzu eine kurze Begriffserläuterung gegeben: Die Rektion bezeichnet den Umstand, dass die grammatische Charakterisierung eines sprachlichen Elements durch ein anderes Element festgelegt wird. Die semantische Ebene spielt dabei – im Unterschied zur Valenz – keine Rolle, es geht lediglich darum, dass ein Element die Form eines anderen (und hier insbesondere den Kasus) bestimmt. So gibt es im Deutschen Präpositionen, die einen Dativ regieren (vgl. &amp;#039;&amp;#039;seit dem letzten Jahr&amp;#039;&amp;#039;), und andere, die einen Genitiv regieren (vgl. &amp;#039;&amp;#039;wegen des schlechten Wetters&amp;#039;&amp;#039;). Wer Deutsch lernt, muss sich diese Informationen zusammen mit dem jeweils regierenden Wort einprägen. Doch auch hier ist innerhalb einer Einzelsprache Variation möglich (vgl. &amp;#039;&amp;#039;wegen dem schlechten Wetter&amp;#039;&amp;#039;); und auch hier kann die Variation nicht nur stilistisch, sondern auch areal bedingt sein. Das sehen wir am Beispiel des Verbs &amp;#039;&amp;#039;[[kündigen]]&amp;#039;&amp;#039;, das entweder mit einem Dativ- oder einem Akkusativobjekt stehen kann (s. o.). Tritt ein Verb mit einem Präpositionalobjekt auf, wie es z. B. in der Konstruktion &amp;#039;&amp;#039;auf jemanden warten&amp;#039;&amp;#039; der Fall ist, dann regiert dieses Verb keinen Kasus, sondern eine Präposition (hier die Präposition &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039;) und diese Präposition wiederum einen Kasus (hier den Akkusativ, vgl. &amp;#039;&amp;#039;jemanden&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Ein &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;weiterer &lt;/del&gt;Unterschied zwischen Valenz und Rektion &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ist &lt;/del&gt;der&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, dass &lt;/del&gt;das Subjekt &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;für Valenztheoretiker &lt;/del&gt;keinen Sonderstatus &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;hat. Es &lt;/del&gt;wird als ein Satzglied angesehen, für welches das Verb – wie für alle anderen Ergänzungen – eine Leerstelle eröffnet. Anders ist es bei der Rektion: Die Rektion bezieht sich nur auf den Objektbereich, das Subjekt bleibt ausgeklammert. Deshalb spricht man auch von akkusativ-, dativ- oder genitivregierenden Verben (vgl. &amp;#039;&amp;#039;jemanden sehen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;jemandem helfen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;einer Sache bedürfen&amp;#039;&amp;#039;), nicht aber von nominativregierenden &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Verben&lt;/del&gt;. Im Objektbereich ist v. a. die Unterscheidung in intransitive und transitive Verben wichtig: &amp;#039;&amp;#039;Intransitive Verben&amp;#039;&amp;#039; sind solche, die kein Akkusativobjekt zu sich nehmen (z. B. &amp;#039;&amp;#039;schlafen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;weinen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;helfen&amp;#039;&amp;#039;). Daraus resultiert, dass sie nur ein unpersönliches Passiv bilden können (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Hier wird nicht geweint&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;Ihm wird gerne geholfen&amp;#039;&amp;#039;). Anders ist dies bei &amp;#039;&amp;#039;transitiven Verben&amp;#039;&amp;#039;. Dabei handelt es sich um Verben, die einen Akkusativ regieren (und diese stellen die grösste Zahl im Deutschen dar). Im Passivsatz kann dieses Akkusativobjekt zum Nominativsubjekt werden (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Ich wasche den Wagen – Der Wagen wird gewaschen&amp;#039;&amp;#039;). Auf syntaktischer Ebene ist ein solches Passiv immer möglich, auf semantischer Ebene kann es aber durchaus Gründe geben, welche die Bildung eines Passivsatzes verhindern. So mutet ein Satz wie &amp;#039;&amp;#039;Der Kuchen wird von mir gerochen&amp;#039;&amp;#039; seltsam an, auch wenn das Verb &amp;#039;&amp;#039;riechen&amp;#039;&amp;#039; im Aktiv einen Akkusativ regiert (vgl. &amp;#039;&amp;#039;etwas riechen&amp;#039;&amp;#039;) und der Passivsatz deshalb grammatikalisch korrekt ist. Doch ändert das nichts daran, dass im Deutschen überhaupt nur dann ein Passiv mit einem Nominativsubjekt (d. h. ein persönliches Passiv) gebildet werden kann, wenn das Verb im Aktiv mit einem Akkusativobjekt auftritt, also transitiv ist. Das ist auch der Grund dafür, warum Äusserungen wie &amp;#039;&amp;#039;Hier werden Sie geholfen&amp;#039;&amp;#039; markiert sind (und gerade deshalb in der Werbung Karriere gemacht haben): In diesem Satz wird ein Dativobjekt, nicht ein Akkusativobjekt zum Subjekt – und das ist grammatisch nicht korrekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;== Unterschied zwischen Valenz und Rektion ==&lt;/ins&gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br/&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br/&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;−&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #ffe49c; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Der Rektionsbegriff kann noch in einem erweiterten Sinne gebraucht werden:&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Kapitälchen|Bußmann}}, Hadumod (2008): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 4., durchgesehene und ergänzte Auflage. Stuttgart: Kröner Verlag, S. 558.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bezieht sich dann nicht mehr darauf, welcher Kasus von einem Verb (oder Adjektiv, vgl. &amp;#039;&amp;#039;jemandem treu sein&amp;#039;&amp;#039;) regiert wird; stattdessen geht es &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dann &lt;/del&gt;um die Wahl der Präposition. Ein Verb wie &amp;#039;&amp;#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;warten&lt;/del&gt;&amp;#039;&amp;#039; beispielsweise regiert im Deutschen die Präposition &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; (vgl. &amp;#039;&amp;#039;auf &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;jemanden warten&lt;/del&gt;&amp;#039;&amp;#039;), ein anderes Verb die Präposition &amp;#039;&amp;#039;an&amp;#039;&amp;#039; (z. B. &amp;#039;&amp;#039;an jemanden denken&amp;#039;&amp;#039;). Diese Präpositionen müssen von Deutschlernenden zusammen mit dem Verb eingeprägt werden; sie lassen sich nicht aus der Bedeutung der Präposition herleiten. Wird die Präposition dagegen in ihrer Eigensemantik gebraucht, &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;dann &lt;/del&gt;hat sie keine fixe Relation zum Verb,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Kapitälchen|Dürscheid}}, Christa (2012): &amp;#039;&amp;#039;Syntax. Grundlagen und Theorien. Mit einem Beitrag von Martin Businger.&amp;#039;&amp;#039; 6., aktualisierte Auflage. Göttingen: Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; sondern ist – je nach intendierter Aussage – frei wählbar (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Ich lege das Buch auf den Tisch, unter den Tisch&amp;#039;&amp;#039;). Ein Satzglied, das in der Umgebung eines Verbs steht, aber nicht vom Verb regiert wird, bezeichnet man als (Präpositional-)Adverbial. Dieses ist zu unterscheiden von einem Präpositionalobjekt, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Präposition vom Verb regiert wird. In dem &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Satz &lt;/del&gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Peter &lt;/del&gt;wartet auf der Strasse&amp;#039;&amp;#039; stellt die Wortgruppe &amp;#039;&amp;#039;auf der Strasse&amp;#039;&amp;#039; ein Präpositionaladverbial dar, in dem Satz &amp;#039;&amp;#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Peter &lt;/del&gt;wartet auf &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;seine Kinder&lt;/del&gt;&amp;#039;&amp;#039; ein Präpositionalobjekt. Im zweiten Fall wird die Präposition vom Verb regiert, im ersten Fall nicht. Und auch hier ist es möglich, zwei Wortgruppen zu kombinieren, von denen eine den Status eines Präpositionalobjekts hat und die andere ein Präpositionaladverbial darstellt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Peter &lt;/del&gt;wartet auf der Strasse auf &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;seine Kinder&lt;/del&gt;&amp;#039;&amp;#039;).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Der Rektionsbegriff kann&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;, wie weiter oben bereits angedeutet, &lt;/ins&gt;noch in einem erweiterten Sinne gebraucht werden:&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Kapitälchen|Bußmann}}, Hadumod (2008): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; 4., durchgesehene und ergänzte Auflage. Stuttgart: Kröner Verlag, S. 558.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bezieht sich dann nicht mehr darauf, welcher Kasus von einem Verb (oder Adjektiv, vgl. &amp;#039;&amp;#039;jemandem treu sein&amp;#039;&amp;#039;) regiert wird; stattdessen geht es &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;hier &lt;/ins&gt;um die Wahl der Präposition. Ein Verb wie &amp;#039;&amp;#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;verzichten&lt;/ins&gt;&amp;#039;&amp;#039; beispielsweise regiert im Deutschen die Präposition &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; (vgl. &amp;#039;&amp;#039;auf &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;etwas verzichten&lt;/ins&gt;&amp;#039;&amp;#039;), ein anderes Verb die Präposition &amp;#039;&amp;#039;an&amp;#039;&amp;#039; (z. B. &amp;#039;&amp;#039;an jemanden denken&amp;#039;&amp;#039;). Diese Präpositionen müssen von Deutschlernenden zusammen mit dem Verb eingeprägt werden; sie lassen sich nicht aus der Bedeutung der Präposition herleiten. Wird die Präposition dagegen in ihrer Eigensemantik gebraucht, hat sie keine fixe Relation zum Verb,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Kapitälchen|Dürscheid}}, Christa (2012): &amp;#039;&amp;#039;Syntax. Grundlagen und Theorien. Mit einem Beitrag von Martin Businger.&amp;#039;&amp;#039; 6., aktualisierte Auflage. Göttingen: Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; sondern ist – je nach intendierter Aussage – frei wählbar (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Ich lege das Buch auf den Tisch, unter den Tisch&amp;#039;&amp;#039;). Ein Satzglied, das in der Umgebung eines Verbs steht, aber nicht vom Verb regiert wird, bezeichnet man als (Präpositional-)Adverbial. Dieses ist zu unterscheiden von einem Präpositionalobjekt, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Präposition vom Verb regiert wird. In dem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;konstruierten Beispielsatz &lt;/ins&gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Luise &lt;/ins&gt;wartet auf der Strasse&amp;#039;&amp;#039; stellt die Wortgruppe &amp;#039;&amp;#039;auf der Strasse&amp;#039;&amp;#039; ein Präpositionaladverbial dar, in dem Satz &amp;#039;&amp;#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Luise &lt;/ins&gt;wartet auf &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ihren Freund&lt;/ins&gt;&amp;#039;&amp;#039; ein Präpositionalobjekt. Im zweiten Fall wird die Präposition vom Verb regiert, im ersten Fall nicht. Und auch hier ist es möglich, zwei Wortgruppen zu kombinieren, von denen eine den Status eines Präpositionalobjekts hat und die andere ein Präpositionaladverbial darstellt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Luise &lt;/ins&gt;wartet auf der Strasse auf &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ihren Freund&lt;/ins&gt;&amp;#039;&amp;#039;).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br/&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br/&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Gerard Adarve</name></author>
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		<title>Gerard Adarve: /* Unterschied zwischen Valenz und Rektion */</title>
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		<updated>2018-06-27T10:48:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Unterschied zwischen Valenz und Rektion&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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				&lt;td colspan=&quot;2&quot; style=&quot;background-color: #fff; color: #202122; text-align: center;&quot;&gt;Version vom 27. Juni 2018, 11:48 Uhr&lt;/td&gt;
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Im Objektbereich ist v. a. die Unterscheidung in intransitive und transitive Verben wichtig: &amp;#039;&amp;#039;Intransitive Verben&amp;#039;&amp;#039; sind solche, die kein Akkusativobjekt zu sich nehmen (z. B. &amp;#039;&amp;#039;schlafen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;weinen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;helfen&amp;#039;&amp;#039;). Daraus resultiert, dass sie nur ein unpersönliches Passiv bilden können (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Hier wird nicht geweint&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;Ihm wird gerne geholfen&amp;#039;&amp;#039;). Anders ist dies bei &amp;#039;&amp;#039;transitiven Verben&amp;#039;&amp;#039;. Dabei handelt es sich um Verben, die einen Akkusativ regieren (und diese stellen die grösste Zahl im Deutschen dar). Im Passivsatz kann dieses Akkusativobjekt zum Nominativsubjekt werden (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Ich wasche den Wagen – Der Wagen wird gewaschen&amp;#039;&amp;#039;). Auf syntaktischer Ebene ist ein solches Passiv immer möglich, auf semantischer Ebene kann es aber durchaus Gründe geben, welche die Bildung eines Passivsatzes verhindern. So mutet ein Satz wie &amp;#039;&amp;#039;Der Kuchen wird von mir gerochen&amp;#039;&amp;#039; seltsam an, auch wenn das Verb &amp;#039;&amp;#039;riechen&amp;#039;&amp;#039; im Aktiv einen Akkusativ regiert (vgl. &amp;#039;&amp;#039;etwas riechen&amp;#039;&amp;#039;) und der Passivsatz deshalb grammatikalisch korrekt ist. Doch ändert das nichts daran, dass im Deutschen überhaupt nur dann ein Passiv mit einem Nominativsubjekt (d. h. ein persönliches Passiv) gebildet werden kann, wenn das Verb im Aktiv mit einem Akkusativobjekt auftritt, also transitiv ist. Das ist auch der Grund dafür, warum Äusserungen wie &amp;#039;&amp;#039;Hier werden Sie geholfen&amp;#039;&amp;#039; markiert sind (und gerade deshalb in der Werbung Karriere gemacht haben): In diesem Satz wird ein Dativobjekt, nicht ein Akkusativobjekt zum Subjekt – und das ist grammatisch nicht korrekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Ein weiterer Unterschied zwischen Valenz und Rektion ist der, dass das Subjekt für Valenztheoretiker keinen Sonderstatus hat. Es wird als ein Satzglied angesehen, für welches das Verb – wie für alle anderen Ergänzungen – eine Leerstelle eröffnet. Anders ist es bei der Rektion: Die Rektion bezieht sich nur auf den Objektbereich, das Subjekt bleibt ausgeklammert. Deshalb spricht man auch von akkusativ-, dativ- oder genitivregierenden Verben (vgl. &amp;#039;&amp;#039;jemanden sehen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;jemandem helfen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;einer Sache bedürfen&amp;#039;&amp;#039;), nicht aber von nominativregierenden Verben. Im Objektbereich ist v. a. die Unterscheidung in intransitive und transitive Verben wichtig: &amp;#039;&amp;#039;Intransitive Verben&amp;#039;&amp;#039; sind solche, die kein Akkusativobjekt zu sich nehmen (z. B. &amp;#039;&amp;#039;schlafen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;weinen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;helfen&amp;#039;&amp;#039;). Daraus resultiert, dass sie nur ein unpersönliches Passiv bilden können (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Hier wird nicht geweint&amp;#039;&amp;#039;; &amp;#039;&amp;#039;Ihm wird gerne geholfen&amp;#039;&amp;#039;). Anders ist dies bei &amp;#039;&amp;#039;transitiven Verben&amp;#039;&amp;#039;. Dabei handelt es sich um Verben, die einen Akkusativ regieren (und diese stellen die grösste Zahl im Deutschen dar). Im Passivsatz kann dieses Akkusativobjekt zum Nominativsubjekt werden (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Ich wasche den Wagen – Der Wagen wird gewaschen&amp;#039;&amp;#039;). Auf syntaktischer Ebene ist ein solches Passiv immer möglich, auf semantischer Ebene kann es aber durchaus Gründe geben, welche die Bildung eines Passivsatzes verhindern. So mutet ein Satz wie &amp;#039;&amp;#039;Der Kuchen wird von mir gerochen&amp;#039;&amp;#039; seltsam an, auch wenn das Verb &amp;#039;&amp;#039;riechen&amp;#039;&amp;#039; im Aktiv einen Akkusativ regiert (vgl. &amp;#039;&amp;#039;etwas riechen&amp;#039;&amp;#039;) und der Passivsatz deshalb grammatikalisch korrekt ist. Doch ändert das nichts daran, dass im Deutschen überhaupt nur dann ein Passiv mit einem Nominativsubjekt (d. h. ein persönliches Passiv) gebildet werden kann, wenn das Verb im Aktiv mit einem Akkusativobjekt auftritt, also transitiv ist. Das ist auch der Grund dafür, warum Äusserungen wie &amp;#039;&amp;#039;Hier werden Sie geholfen&amp;#039;&amp;#039; markiert sind (und gerade deshalb in der Werbung Karriere gemacht haben): In diesem Satz wird ein Dativobjekt, nicht ein Akkusativobjekt zum Subjekt – und das ist grammatisch nicht korrekt.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Gerard Adarve</name></author>
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		<title>Gerard Adarve: /* Zum theoretischen Hintergrund */</title>
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		<updated>2018-06-27T10:42:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zum theoretischen Hintergrund&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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Das ist der Fall bei dem Verb &amp;#039;&amp;#039;singen&amp;#039;&amp;#039;, das mit oder ohne Objekt auftritt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Er singt gerne Arien&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;Er singt gerne&amp;#039;&amp;#039;__). Auch dieses Verb sieht, wie &amp;#039;&amp;#039;beantworten&amp;#039;&amp;#039;, im Aktivsatz zwei Leerstellen vor, doch nur eine davon muss besetzt werden. Um zu überprüfen, ob es sich um eine obligatorische oder um eine fakultative Ergänzung handelt, kann man den Weglasstest anwenden. Würde der Satz ungrammatisch, wenn das fragliche Element weggelassen wird, dann handelt es sich um eine obligatorische Ergänzung. Doch stellt sich hier das Problem, dass unter bestimmten kommunikativen Bedingungen fast jede Ergänzung weggelassen werden kann. Das gilt selbst für das Subjekt, wie das Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Bin gleich wieder da&amp;#039;&amp;#039; zeigt. Ein weiteres Problem resultiert daraus, dass es neben den Ergänzungen in vielen Sätzen Elemente gibt, die ebenfalls wegfallen können, ohne dass der Satz ungrammatisch würde. Diese bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;Angaben&amp;#039;&amp;#039;. In dem konstruierten Beispielsatz &amp;#039;&amp;#039;Susanna schenkt ihrer Freundin zum Geburtstag gerne Blumen&amp;#039;&amp;#039; beispielsweise treten zwei Angaben und drei Ergänzungen auf. Die Ergänzungen sind die Satzglieder, die auf die Fragen &amp;#039;&amp;#039;wer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;wem&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;was&amp;#039;&amp;#039; antworten (d. h. &amp;#039;&amp;#039;Susanna&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;ihrer Freundin&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Blumen&amp;#039;&amp;#039;). Eine dieser Ergänzungen, das Dativobjekt, ist fakultativ (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Susanna schenkt __ zum Geburtstag gerne Blumen&amp;#039;&amp;#039;). Doch ändert das nichts an der Dreiwertigkeit des Verbs &amp;#039;&amp;#039;schenken&amp;#039;&amp;#039;, potentiell hat es diese drei Leerstellen. Nun kommen in dem Beispiel aber noch die zwei Satzglieder &amp;#039;&amp;#039;gerne&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;zum Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; hinzu. Dabei handelt es sich um zusätzliche Informationen, wie sie sich in jedem Satz beliebig hinzufügen lassen. Selbst wenn in einem Satz mit dem Verb &amp;#039;&amp;#039;schenken&amp;#039;&amp;#039; vier oder fünf solche Angaben auftreten würden (was theoretisch möglich ist), ändert das nichts an der Dreiwertigkeit dieses Verbs.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Valenztheorie ist die Unterscheidung in obligatorische und fakultative Ergänzungen: &amp;#039;&amp;#039;Obligatorische Ergänzungen&amp;#039;&amp;#039; sind solche, die nicht weggelassen werden können, ohne dass der Satz ungrammatisch würde. Als Beispiel sei das zweiwertige Verb &amp;#039;&amp;#039;beschenken&amp;#039;&amp;#039; genannt, das nicht ohne Objekt stehen kann (vgl. den ungrammatischen Satz &amp;#039;&amp;#039;Sie beschenkt&amp;#039;&amp;#039;_). Wenn eine Ergänzung dagegen &amp;#039;nur&amp;#039; fakultativen Status hat, dann gehört sie zwar auch zur Wertigkeit eines Verbs, sie muss aber nicht realisiert werden. Das ist der Fall bei dem Verb &amp;#039;&amp;#039;singen&amp;#039;&amp;#039;, das mit oder ohne Objekt auftritt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Er singt gerne Arien&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;Er singt gerne&amp;#039;&amp;#039;__). Auch dieses Verb sieht, wie &amp;#039;&amp;#039;beantworten&amp;#039;&amp;#039;, im Aktivsatz zwei Leerstellen vor, doch nur eine davon muss besetzt werden. Um zu überprüfen, ob es sich um eine obligatorische oder um eine fakultative Ergänzung handelt, kann man den Weglasstest anwenden. Würde der Satz ungrammatisch, wenn das fragliche Element weggelassen wird, dann handelt es sich um eine obligatorische Ergänzung. Doch stellt sich hier das Problem, dass unter bestimmten kommunikativen Bedingungen fast jede Ergänzung weggelassen werden kann. Das gilt selbst für das Subjekt, wie das Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Bin gleich wieder da&amp;#039;&amp;#039; zeigt. Ein weiteres Problem resultiert daraus, dass es neben den Ergänzungen in vielen Sätzen Elemente gibt, die ebenfalls wegfallen können, ohne dass der Satz ungrammatisch würde. Diese bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;Angaben&amp;#039;&amp;#039;. In dem konstruierten Beispielsatz &amp;#039;&amp;#039;Susanna schenkt ihrer Freundin zum Geburtstag gerne Blumen&amp;#039;&amp;#039; beispielsweise treten zwei Angaben und drei Ergänzungen auf. Die Ergänzungen sind die Satzglieder, die auf die Fragen &amp;#039;&amp;#039;wer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;wem&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;was&amp;#039;&amp;#039; antworten (d. h. &amp;#039;&amp;#039;Susanna&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;ihrer Freundin&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Blumen&amp;#039;&amp;#039;). Eine dieser Ergänzungen, das Dativobjekt, ist fakultativ (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Susanna schenkt __ zum Geburtstag gerne Blumen&amp;#039;&amp;#039;). Doch ändert das nichts an der Dreiwertigkeit des Verbs &amp;#039;&amp;#039;schenken&amp;#039;&amp;#039;, potentiell hat es diese drei Leerstellen. Nun kommen in dem Beispiel aber noch die zwei Satzglieder &amp;#039;&amp;#039;gerne&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;zum Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; hinzu. Dabei handelt es sich um zusätzliche Informationen, wie sie sich in jedem Satz beliebig hinzufügen lassen. Selbst wenn in einem Satz mit dem Verb &amp;#039;&amp;#039;schenken&amp;#039;&amp;#039; vier oder fünf solche Angaben auftreten würden (was theoretisch möglich ist), ändert das nichts an der Dreiwertigkeit dieses Verbs.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Gerard Adarve</name></author>
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		<title>Gerard Adarve: /* Zum theoretischen Hintergrund */</title>
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		<updated>2018-06-27T10:31:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span dir=&quot;auto&quot;&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zum theoretischen Hintergrund&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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Unter der &amp;#039;&amp;#039;semantischen Valenz&amp;#039;&amp;#039; fassen sie die Tatsache, dass &amp;quot;Verben bestimmte Kontextpartner fordern&amp;quot;, unter der &amp;#039;&amp;#039;syntaktischen Valenz&amp;#039;&amp;#039; die &amp;quot;obligatorische oder fakultative Besetzung von Leerstellen in einer bestimmten, vom Verb her geforderten Zahl und Art, differenziert nach den Einzelsprachen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Kapitälchen|Helbig}}, Gerhard / {{Kapitälchen|Schenkel}}, Wolfgang (1971): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch zur Valenz und Distribution deutscher Verben.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Leipzig: VEB Bibliographisches Institut, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich können die Leerstellen in der Umgebung eines Verbs je nach Einzelsprache unterschiedlich besetzt werden. Im Italienischen z. B. treten Witterungsverben wie &amp;#039;&amp;#039;regnen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;schneien&amp;#039;&amp;#039; ohne Subjekt auf (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Piove&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;Es regnet&amp;#039;&amp;#039;), die Verben sind hier auf syntaktischer Ebene nullwertig. Weiter können sich Einzelsprachen darin unterscheiden, wie die Ergänzungen in der Umgebung eines Verbs syntaktisch realisiert werden. Im Englischen beispielsweise tritt das Verb &amp;#039;&amp;#039;erinnern&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;to remember&amp;#039;&amp;#039;) mit einem direkten Objekt auf (vgl. &amp;#039;&amp;#039;to remember somebody&amp;#039;&amp;#039;). In &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;bestimmten Regionen &lt;/del&gt;des deutschen Sprachraums ist es zwar auch möglich, das Verb &amp;#039;&amp;#039;erinnern&amp;#039;&amp;#039; mit einem direkten Objekt anzuschliessen (vgl. &amp;#039;&amp;#039;etwas erinnern&amp;#039;&amp;#039;), darüber hinaus kann &amp;#039;&amp;#039;erinnern&amp;#039;&amp;#039; aber auch – und dies weitaus häufiger – mit einem Reflexivpronomen und einem präpositionalen Objekt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;sich an jemanden erinnern&amp;#039;&amp;#039;) oder einem Reflexivpronomen und einem Genitivobjekt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;sich einer Sache erinnern&amp;#039;&amp;#039;) verwendet werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Die Unterscheidung in semantische und syntaktische Valenz stammt von den Sprachwissenschaftlern Gerhard Helbig und Wolfgang Schenkel. Sie präsentieren im theoretischen Teil ihres Valenzwörterbuches, das seit dem Jahr 1971 in einer Vielzahl von Auflagen erschienen ist, grundlegende Überlegungen zur Valenz. Unter der &amp;#039;&amp;#039;semantischen Valenz&amp;#039;&amp;#039; fassen sie die Tatsache, dass &amp;quot;Verben bestimmte Kontextpartner fordern&amp;quot;, unter der &amp;#039;&amp;#039;syntaktischen Valenz&amp;#039;&amp;#039; die &amp;quot;obligatorische oder fakultative Besetzung von Leerstellen in einer bestimmten, vom Verb her geforderten Zahl und Art, differenziert nach den Einzelsprachen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. {{Kapitälchen|Helbig}}, Gerhard / {{Kapitälchen|Schenkel}}, Wolfgang (1971): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch zur Valenz und Distribution deutscher Verben.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Leipzig: VEB Bibliographisches Institut, S. 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich können die Leerstellen in der Umgebung eines Verbs je nach Einzelsprache unterschiedlich besetzt werden. Im Italienischen z. B. treten Witterungsverben wie &amp;#039;&amp;#039;regnen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;schneien&amp;#039;&amp;#039; ohne Subjekt auf (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Piove&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;Es regnet&amp;#039;&amp;#039;), die Verben sind hier auf syntaktischer Ebene nullwertig. Weiter können sich Einzelsprachen darin unterscheiden, wie die Ergänzungen in der Umgebung eines Verbs syntaktisch realisiert werden. Im Englischen beispielsweise tritt das Verb &amp;#039;&amp;#039;erinnern&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;to remember&amp;#039;&amp;#039;) mit einem direkten Objekt auf (vgl. &amp;#039;&amp;#039;to remember somebody&amp;#039;&amp;#039;). In &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;einzelnen Arealen &lt;/ins&gt;des deutschen Sprachraums ist es zwar auch möglich, das Verb &amp;#039;&amp;#039;erinnern&amp;#039;&amp;#039; mit einem direkten Objekt anzuschliessen (vgl. &amp;#039;&amp;#039;etwas erinnern&amp;#039;&amp;#039;), darüber hinaus kann &amp;#039;&amp;#039;erinnern&amp;#039;&amp;#039; aber auch – und dies weitaus häufiger – mit einem Reflexivpronomen und einem präpositionalen Objekt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;sich an jemanden erinnern&amp;#039;&amp;#039;) oder einem Reflexivpronomen und einem Genitivobjekt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;sich einer Sache erinnern&amp;#039;&amp;#039;) verwendet werden.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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Wenn eine Ergänzung dagegen &amp;#039;nur&amp;#039; fakultativen Status hat, dann gehört sie zwar auch zur Wertigkeit eines Verbs, sie muss aber nicht realisiert werden. Das ist der Fall bei dem Verb &amp;#039;&amp;#039;singen&amp;#039;&amp;#039;, das mit oder ohne Objekt auftritt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Er singt gerne Arien&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;Er singt gerne&amp;#039;&amp;#039;__). Auch dieses Verb sieht, wie &amp;#039;&amp;#039;beantworten&amp;#039;&amp;#039;, im Aktivsatz zwei Leerstellen vor, doch nur eine davon muss besetzt werden. Um zu überprüfen, ob es sich um eine obligatorische oder um eine fakultative Ergänzung handelt, kann man den Weglasstest anwenden. Würde der Satz ungrammatisch, wenn das fragliche Element weggelassen wird, dann handelt es sich um eine obligatorische Ergänzung. Doch stellt sich hier das Problem, dass unter bestimmten kommunikativen Bedingungen fast jede Ergänzung weggelassen werden kann. Das gilt selbst für das Subjekt, wie das Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Bin gleich wieder da&amp;#039;&amp;#039; zeigt. Ein weiteres Problem resultiert daraus, dass es neben den Ergänzungen in vielen Sätzen Elemente gibt, die ebenfalls wegfallen können, ohne dass der Satz ungrammatisch würde. Diese bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;Angaben&amp;#039;&amp;#039;. In dem &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Satz &lt;/del&gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Peter &lt;/del&gt;schenkt &lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;seiner Frau &lt;/del&gt;zum Geburtstag gerne Blumen&amp;#039;&amp;#039; beispielsweise treten zwei Angaben und drei Ergänzungen auf. Die Ergänzungen sind die Satzglieder, die auf die Fragen &amp;#039;&amp;#039;wer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;wem&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;was&amp;#039;&amp;#039; antworten (d. h. &amp;#039;&amp;#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Peter&lt;/del&gt;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;seiner Frau&lt;/del&gt;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Blumen&amp;#039;&amp;#039;). Eine dieser Ergänzungen, das Dativobjekt, ist fakultativ (vgl. &amp;#039;&amp;#039;&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Peter &lt;/del&gt;schenkt __ zum Geburtstag gerne Blumen&amp;#039;&amp;#039;). Doch ändert das nichts an der Dreiwertigkeit des Verbs &amp;#039;&amp;#039;schenken&amp;#039;&amp;#039;, potentiell hat es diese drei Leerstellen. Nun kommen in dem Beispiel aber noch die zwei Satzglieder &amp;#039;&amp;#039;gerne&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;zum Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; hinzu. Dabei handelt es sich um zusätzliche Informationen, wie sie sich in jedem Satz beliebig hinzufügen lassen. Selbst wenn in einem Satz mit dem Verb &amp;#039;&amp;#039;schenken&amp;#039;&amp;#039; vier oder fünf solche Angaben auftreten würden (was theoretisch möglich ist), ändert das nichts an der Dreiwertigkeit dieses Verbs.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot; data-marker=&quot;+&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #a3d3ff; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Ein weiterer wichtiger Aspekt in der Valenztheorie ist die Unterscheidung in obligatorische und fakultative Ergänzungen: &amp;#039;&amp;#039;Obligatorische Ergänzungen&amp;#039;&amp;#039; sind solche, die nicht weggelassen werden können, ohne dass der Satz ungrammatisch würde. Als Beispiel sei das zweiwertige Verb &amp;#039;&amp;#039;beschenken&amp;#039;&amp;#039; genannt, das nicht ohne Objekt stehen kann (vgl. den ungrammatischen Satz &amp;#039;&amp;#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Sie &lt;/ins&gt;beschenkt&amp;#039;&amp;#039;_). Wenn eine Ergänzung dagegen &amp;#039;nur&amp;#039; fakultativen Status hat, dann gehört sie zwar auch zur Wertigkeit eines Verbs, sie muss aber nicht realisiert werden. Das ist der Fall bei dem Verb &amp;#039;&amp;#039;singen&amp;#039;&amp;#039;, das mit oder ohne Objekt auftritt (vgl. &amp;#039;&amp;#039;Er singt gerne Arien&amp;#039;&amp;#039; vs. &amp;#039;&amp;#039;Er singt gerne&amp;#039;&amp;#039;__). Auch dieses Verb sieht, wie &amp;#039;&amp;#039;beantworten&amp;#039;&amp;#039;, im Aktivsatz zwei Leerstellen vor, doch nur eine davon muss besetzt werden. Um zu überprüfen, ob es sich um eine obligatorische oder um eine fakultative Ergänzung handelt, kann man den Weglasstest anwenden. Würde der Satz ungrammatisch, wenn das fragliche Element weggelassen wird, dann handelt es sich um eine obligatorische Ergänzung. Doch stellt sich hier das Problem, dass unter bestimmten kommunikativen Bedingungen fast jede Ergänzung weggelassen werden kann. Das gilt selbst für das Subjekt, wie das Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Bin gleich wieder da&amp;#039;&amp;#039; zeigt. Ein weiteres Problem resultiert daraus, dass es neben den Ergänzungen in vielen Sätzen Elemente gibt, die ebenfalls wegfallen können, ohne dass der Satz ungrammatisch würde. Diese bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;Angaben&amp;#039;&amp;#039;. In dem &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;konstruierten Beispielsatz &lt;/ins&gt;&amp;#039;&amp;#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Susanna &lt;/ins&gt;schenkt &lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ihrer Freundin &lt;/ins&gt;zum Geburtstag gerne Blumen&amp;#039;&amp;#039; beispielsweise treten zwei Angaben und drei Ergänzungen auf. Die Ergänzungen sind die Satzglieder, die auf die Fragen &amp;#039;&amp;#039;wer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;wem&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;was&amp;#039;&amp;#039; antworten (d. h. &amp;#039;&amp;#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Susanna&lt;/ins&gt;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;ihrer Freundin&lt;/ins&gt;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Blumen&amp;#039;&amp;#039;). Eine dieser Ergänzungen, das Dativobjekt, ist fakultativ (vgl. &amp;#039;&amp;#039;&lt;ins style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;Susanna &lt;/ins&gt;schenkt __ zum Geburtstag gerne Blumen&amp;#039;&amp;#039;). Doch ändert das nichts an der Dreiwertigkeit des Verbs &amp;#039;&amp;#039;schenken&amp;#039;&amp;#039;, potentiell hat es diese drei Leerstellen. Nun kommen in dem Beispiel aber noch die zwei Satzglieder &amp;#039;&amp;#039;gerne&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;zum Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; hinzu. Dabei handelt es sich um zusätzliche Informationen, wie sie sich in jedem Satz beliebig hinzufügen lassen. Selbst wenn in einem Satz mit dem Verb &amp;#039;&amp;#039;schenken&amp;#039;&amp;#039; vier oder fünf solche Angaben auftreten würden (was theoretisch möglich ist), ändert das nichts an der Dreiwertigkeit dieses Verbs.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br/&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;br/&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
&lt;tr&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Bislang war nur von der Verbvalenz die Rede; hingewiesen sei noch darauf, dass auch Adjektive und Substantive in ihrer Umgebung &amp;quot;Kontextpartner&amp;quot; vorsehen können, die auf syntaktischer Ebene mit einem bestimmten Typus von Ergänzungen besetzt werden. Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;stolz&amp;#039;&amp;#039; beispielsweise verlangt eine Ergänzung, die mit der Präposition &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; angeschlossen wird (vgl. &amp;#039;&amp;#039;auf jemanden stolz sein&amp;#039;&amp;#039;), das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;treu&amp;#039;&amp;#039; eine Ergänzung im Dativ (vgl. &amp;#039;&amp;#039;jemandem treu sein&amp;#039;&amp;#039;). Das Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Neid&amp;#039;&amp;#039; sieht eine Leerstelle für ein Genitivattribut und ein Präpositionalattribut vor (vgl. &amp;#039;&amp;#039;der Neid des Kindes auf seine Geschwister&amp;#039;&amp;#039;), das Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Besitz&amp;#039;&amp;#039; verlangt ein Genitivattribut (vgl. &amp;#039;&amp;#039;der Besitz vieler Bücher&amp;#039;&amp;#039;) oder – alternativ dazu – ein mit der Präposition &amp;#039;&amp;#039;von&amp;#039;&amp;#039; angeschlossenes Attribut (&amp;#039;&amp;#039;der Besitz von vielen Büchern&amp;#039;&amp;#039;). Oft ist es so, dass das Substantiv seine Valenz aus einem zugrundeliegenden Verb (z. B. &amp;#039;&amp;#039;besitzen&amp;#039;&amp;#039;) bzw. Adjektiv (z. B. &amp;#039;&amp;#039;neidisch&amp;#039;&amp;#039;) bezieht. Doch ändert sich dabei die syntaktische Funktion dieser Ergänzungen: Wird das Verb &amp;#039;&amp;#039;besitzen&amp;#039;&amp;#039; substantiviert (&amp;#039;&amp;#039;der Besitz&amp;#039;&amp;#039;), dann wird das Akkusativobjekt zu einem Attribut (vgl. &amp;#039;&amp;#039;der Besitz vieler Bücher&amp;#039;&amp;#039;). Das gilt auch für das Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Neid&amp;#039;&amp;#039;, das vom Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;neidisch&amp;#039;&amp;#039; zwei &amp;quot;Kontextpartner&amp;quot; (&amp;#039;&amp;#039;wer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;auf wen&amp;#039;&amp;#039;) übernimmt und diese auf syntaktischer Ebene mit zwei Attributen realisiert.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;td class=&quot;diff-marker&quot;&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;background-color: #f8f9fa; color: #202122; font-size: 88%; border-style: solid; border-width: 1px 1px 1px 4px; border-radius: 0.33em; border-color: #eaecf0; vertical-align: top; white-space: pre-wrap;&quot;&gt;&lt;div&gt;Bislang war nur von der Verbvalenz die Rede; hingewiesen sei noch darauf, dass auch Adjektive und Substantive in ihrer Umgebung &amp;quot;Kontextpartner&amp;quot; vorsehen können, die auf syntaktischer Ebene mit einem bestimmten Typus von Ergänzungen besetzt werden. Das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;stolz&amp;#039;&amp;#039; beispielsweise verlangt eine Ergänzung, die mit der Präposition &amp;#039;&amp;#039;auf&amp;#039;&amp;#039; angeschlossen wird (vgl. &amp;#039;&amp;#039;auf jemanden stolz sein&amp;#039;&amp;#039;), das Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;treu&amp;#039;&amp;#039; eine Ergänzung im Dativ (vgl. &amp;#039;&amp;#039;jemandem treu sein&amp;#039;&amp;#039;). Das Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Neid&amp;#039;&amp;#039; sieht eine Leerstelle für ein Genitivattribut und ein Präpositionalattribut vor (vgl. &amp;#039;&amp;#039;der Neid des Kindes auf seine Geschwister&amp;#039;&amp;#039;), das Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Besitz&amp;#039;&amp;#039; verlangt ein Genitivattribut (vgl. &amp;#039;&amp;#039;der Besitz vieler Bücher&amp;#039;&amp;#039;) oder – alternativ dazu – ein mit der Präposition &amp;#039;&amp;#039;von&amp;#039;&amp;#039; angeschlossenes Attribut (&amp;#039;&amp;#039;der Besitz von vielen Büchern&amp;#039;&amp;#039;). Oft ist es so, dass das Substantiv seine Valenz aus einem zugrundeliegenden Verb (z. B. &amp;#039;&amp;#039;besitzen&amp;#039;&amp;#039;) bzw. Adjektiv (z. B. &amp;#039;&amp;#039;neidisch&amp;#039;&amp;#039;) bezieht. Doch ändert sich dabei die syntaktische Funktion dieser Ergänzungen: Wird das Verb &amp;#039;&amp;#039;besitzen&amp;#039;&amp;#039; substantiviert (&amp;#039;&amp;#039;der Besitz&amp;#039;&amp;#039;), dann wird das Akkusativobjekt zu einem Attribut (vgl. &amp;#039;&amp;#039;der Besitz vieler Bücher&amp;#039;&amp;#039;). Das gilt auch für das Substantiv &amp;#039;&amp;#039;Neid&amp;#039;&amp;#039;, das vom Adjektiv &amp;#039;&amp;#039;neidisch&amp;#039;&amp;#039; zwei &amp;quot;Kontextpartner&amp;quot; (&amp;#039;&amp;#039;wer&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;auf wen&amp;#039;&amp;#039;) übernimmt und diese auf syntaktischer Ebene mit zwei Attributen realisiert.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;
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		<author><name>Gerard Adarve</name></author>
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