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	<title>Theoretische Grundlagen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Variantengrammatik des Standarddeutschen</subtitle>
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		<id>http://mediawiki2.ids-mannheim.de/VarGra/index.php?title=Theoretische_Grundlagen&amp;diff=34975&amp;oldid=prev</id>
		<title>Gerard Adarve am 21. Dezember 2018 um 08:07 Uhr</title>
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		<updated>2018-12-21T08:07:42Z</updated>

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		<author><name>Gerard Adarve</name></author>
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		<title>Rothenha: Die Seite wurde neu angelegt: „Als Datengrundlage für die Variantengrammatik dienen die Online-Ausgaben von 68 regional verbreiteten Zeitungen, die aus dem gesamten deutsc…“</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „Als Datengrundlage für die &lt;a href=&quot;/VarGra/index.php?title=Datenerhebung&quot; title=&quot;Datenerhebung&quot;&gt;Variantengrammatik&lt;/a&gt; dienen die Online-Ausgaben von 68 regional verbreiteten Zeitungen, die aus dem gesamten deutsc…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als Datengrundlage für die [[Datenerhebung|Variantengrammatik]] dienen die Online-Ausgaben von 68 regional verbreiteten Zeitungen, die aus dem gesamten deutschsprachigen Raum stammen und verschiedenen Grossregionen (= Arealen) zugeordnet wurden. Insgesamt setzten wir &amp;lt;span class=&amp;quot;internal_media&amp;quot;&amp;gt;[[Media:Vg_Karte_areale.pdf|15 solche Areale]]&amp;lt;/span&amp;gt; an (z. B. Deutschland Nordwest, Deutschland Nordost, Südtirol). Dabei orientieren wir uns an der Einteilung im &amp;#039;&amp;#039;Variantenwörterbuch&amp;#039;&amp;#039; von Ulrich Ammon et al., das in seiner ersten Auflage im Jahr 2004 erschien (2. Auflage 2016) und die sprachliche Variation im Standarddeutschen auf lexikalischer Ebene beschreibt, also den Schwerpunkt auf Unterschiede im Wortschatz legt. Die &amp;#039;&amp;#039;Variantengrammatik&amp;#039;&amp;#039; dagegen hat solche Unterschiede im Blick, welche die Grammatik des Deutschen, also z. B. Fragen der [[:Kategorie:Wortstellung / Satzgliedstellung|Wort- und Satzgliedstellung]] und der [[:Kategorie:Wortbildung|Wortbildung]] betreffen. Auch in diesem Bereich gibt es beträchtliche Unterschiede, die im Zusammenhang mit der Region stehen, in welcher der betreffende Ausdruck verwendet wird. So kann eine grammatische Konstruktion im Norden des deutschsprachigen Raums vollkommen unauffällig sein, im Süden dagegen nicht – und umgekehrt. Allerdings machen solche Unterschiede nicht an den Landesgrenzen Halt; deshalb ist es auch nicht sinnvoll, von &amp;#039;&amp;#039;nationaler Variation&amp;#039;&amp;#039; zu sprechen.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch warum wird in der VG nicht die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;regionale Variation&amp;#039;&amp;#039; verwendet? Dieser Terminus würde die Vermutung nahelegen, dass es sich um Varianten handelt, die auf der Ebene des Dialekts oder der Umgangssprache liegen. Das ist in der Variantengrammatik aber nicht der Fall, wir beschränken uns auf den standardsprachlichen Sprachgebrauch. Deshalb bevorzugen wir den Terminus &amp;#039;&amp;#039;areal&amp;#039;&amp;#039; – und damit einen Terminus, der offenlässt, wie grossräumig die Gebiete sind, welche die Grundlage für die Variation darstellen (Dies ist auch der Grund dafür, warum sich in den [[Projektveröffentlichungen (chronologisch geordnet)|Publikationen]] rund um die Variantengrammatik Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;pluriareal&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Pluriarealität&amp;#039;&amp;#039; finden, nicht aber &amp;#039;&amp;#039;plurinational&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;pluriregional&amp;#039;&amp;#039;). Angemerkt sei in diesem Zusammenhang, dass auch dann, wenn in der Forschung von einem &amp;#039;&amp;#039;Helvetismus&amp;#039;&amp;#039; oder einem &amp;#039;&amp;#039;Austriazismus&amp;#039;&amp;#039; (um nur zwei Beispiele zu nennen) die Rede ist, in der Regel nicht postuliert wird, dass es sich dabei um Varianten handeln würde, die tatsächlich an der Staatsgrenze Halt machen. So kann es zwar durchaus sein, dass bestimmte Varianten hochfrequent in Zeitungen aus der Schweiz oder Österreich vorkommen, das schliesst aber nicht aus, dass es auch in den anderen Zeitungen des deutschsprachigen Raums (z. B. in Deutschland) solche Belege gibt, diese dort aber weitaus seltener auftreten. Mit anderen Worten: Es handelt sich in der Regel nur um relative, nicht um absolute (d. h. ausschliesslich in einem Sprachgebiet vorkommende) Varianten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle ist noch eine Erläuterung dazu erforderlich, weshalb Zeitungstexte als Grundlage für die Datenauswertung genommen wurden. Das hängt zum einen damit zusammen, dass wir in der VG nur Hinweise zur geschriebenen Standardsprache geben; über Varianten, die der gesprochenen Sprache angehören und z. B. Unterschiede in der Aussprache betreffen, gibt die VG keine Auskunft; hierfür seien andere Nachschlagewerke empfohlen (z. B. das Duden-Aussprachewörterbuch). Zum anderen gehen wir davon aus, dass der Sprachgebrauch in Zeitungen standardsprachlich ist, dass die Varianten, die auf diese Weise erfasst werden, also nicht z. B. dialektalen Charakter haben. Zwar mag es vorkommen, dass in Zeitungsartikeln Dialektausdrücke verwendet werden. Dies stellt aber die Ausnahme dar; oft sind solche Ausdrücke auch mit Anführungszeichen markiert. In der Summe der [[Datenerhebung|Daten]], die für die VG ausgewertet wurden (fast 600 Millionen Wörter), sind solche Belege auf jeden Fall vernachlässigbar, bestimmte Textsorten wurden aus diesem Grund von vornherein nicht in die Datenauswertung einbezogen. Dazu gehören z. B. Leserbriefe, in denen nicht nur dialektale Ausdrücke vorkommen können, sondern möglicherweise auch andere nicht-standardsprachliche Ausdrucksweisen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das führt uns zum Schluss zu der Frage, was man unter &amp;#039;&amp;#039;standardsprachlich&amp;#039;&amp;#039; versteht und wie der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Standarddeutsch&amp;#039;&amp;#039; in der Fachliteratur definiert wird. Viele setzen diesen Ausdruck mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Hochdeutsch&amp;#039;&amp;#039; gleich, doch würde das in unserem Kontext zu Missverständnissen führen. Denn mit dem Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Hochdeutsch&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man in der Linguistik die mittel- und oberdeutschen Dialekte; die Bezeichnung nimmt also auf bestimmte Regionen Bezug. Darum geht es aber nicht, wenn hier von &amp;#039;&amp;#039;Standarddeutsch&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Standardsprache&amp;#039;&amp;#039; die Rede ist: Die Variantengrammatik des Standarddeutschen ist eine Grammatik, die den Sprachgebrauch im gesamten deutschsprachigen Raum dokumentiert. Insofern wäre eine Bezeichnung wie &amp;#039;&amp;#039;Variantengrammatik des Hochdeutschen&amp;#039;&amp;#039; irreführend.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schwierig es ist, den Terminus &amp;#039;&amp;#039;Standarddeutsch&amp;#039;&amp;#039; zu fassen, zeigt schon ein Blick in die Fachliteratur, dazu sei nur auf einen Aufsatz aus dem Buch &amp;quot;Pragmatischer Standard&amp;quot; verwiesen (vgl. Klein 2013). In den vielen Arbeiten zu dieser Thematik (vgl. dazu auch die Literaturhinweise unten) wird eine Reihe von Kriterien genannt, die den Standardbegriff genauer eingrenzen. So heisst es z. B., die Standardsprache habe formellen Charakter, sie sei normiert, sie werde durch Medien/Behörden/Institutionen verbreitet und in Schulen unterrichtet (vgl. Bubenhofer et al. 2014). Diese Kriterien sollen hier nicht diskutiert werden (vgl. dazu weiterführend Elspaß/Dürscheid 2017), halten wir lediglich fest: Wir verstehen unter &amp;#039;&amp;#039;Standardsprache&amp;#039;&amp;#039; den Sprachgebrauch, der in formellen, nicht-privaten Kontexten vorkommt – und damit u. a. in Zeitungsartikeln. Das ist auch der Grund dafür, weshalb wir für die Ermittlung von standardsprachlicher Variation Zeitungstexte als Datenbasis zugrunde legten und die Zeitungen so ausgewählt haben, dass sie das deutschsprachige Gebiet in seiner Gesamtheit, über die &amp;lt;span class=&amp;quot;internal_media&amp;quot;&amp;gt;[[Media:Vg_Karte_areale.pdf|15 Areale]]&amp;lt;/span&amp;gt; hinweg abdecken. Wer die VG konsultiert, erhält also Auskunft dazu, welche Varianten im standardsprachlichen Gebrauch sind. Oder anders formuliert: Der Gebrauch bestimmter Varianten ist in manchen Gebieten so häufig bzw. häufig genug, dass wir den Benutzerinnen und Benutzern der VG guten Gewissens den Rat geben können, diese Variante in den entsprechenden Arealen zu verwenden. Sie können sich damit standardsprachlich unauffällig bewegen (vgl. dazu Eisenberg 2007).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*{{Kapitälchen|Ammon}}, Ulrich u.a. (2004): &amp;#039;&amp;#039;Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/New York: de Gruyter.&lt;br /&gt;
*{{Kapitälchen|Ammon}}, Ulrich u.a. (Hrsg.) (2016): &amp;#039;&amp;#039;Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen.&amp;#039;&amp;#039; 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Berlin/Boston: de Gruyter.&lt;br /&gt;
*{{Kapitälchen|Bubenhofer}}, Noah/{{Kapitälchen|Konopka}}, Marek/{{Kapitälchen|Schneider}}, Roman (2014): &amp;#039;&amp;#039;Präliminarien einer Korpusgrammatik.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen: Narr (= Korpuslinguistik und interdisziplinäre Perspektiven auf Sprache 4).&lt;br /&gt;
* {{Kapitälchen|Duden}} (2015): Das Aussprachewörterbuch. Betonung und Aussprache von über 132.000 Wörtern und Namen. 7., komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage. Berlin: Dudenverlag (= Band 6).&lt;br /&gt;
*{{Kapitälchen|Eichinger}}, Ludwig M./{{Kapitälchen|Kallmeyer}}, Werner (Hrsg.) (2005): &amp;#039;&amp;#039;Standardvariation. Wieviel Variation verträgt die deutsche Sprache?&amp;#039;&amp;#039; Berlin/New York: de Gruyter (= Jahrbuch des Instituts für Deutsche Sprache 2004).&lt;br /&gt;
*{{Kapitälchen|Eisenberg}}, Peter (2007): Sprachliches Wissen im Wörterbuch der Zweifelsfälle. Über die Rekonstruktion einer Gebrauchsnorm. In: &amp;#039;&amp;#039;Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur&amp;#039;&amp;#039; 3, S. 209–228.&lt;br /&gt;
*{{Kapitälchen|Elspaß}}, Stephan / {{Kapitälchen|Dürscheid}}, Christa (2017): Areale Variation in den Gebrauchsstandards des Deutschen. In: Konopka, Marek / Wöllstein, Angelika (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grammatische Variation. Empirische Zugänge und theoretische Modellierung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/Boston: de Gruyter Mouton (= Jahrbuch des Instituts für Deutsche Sprache 2016), S. 85–104. [[Media:Elspaß_Dürscheid_2017.pdf|Link]].&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*{{Kapitälchen|Klein}}, Wolf Peter (2013): Warum brauchen wir einen klaren Begriff von Standardsprachlichkeit und wie könnte er gefasst werden? In: Hagemann, Jörg/Klein, Wolf Peter/Staffeldt, Sven (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pragmatischer Standard.&amp;#039;&amp;#039; Tübingen: Narr (= Stauffenburg Linguistik 73), S. 15–33.&lt;br /&gt;
*{{Kapitälchen|Lenz}}, Alexandra N. (2018): Syntaktische Variation aus areallinguistischer Perspektive. In: Wöllstein, Angelika/Gallmann, Peter/Habermann, Mechthild/Krifka, Manfred (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Grammatiktheorie und Empirie in der germanistischen Linguistik.&amp;#039;&amp;#039; Boston/Berlin: de Gruyter (Germanistische Sprachwissenschaft um 2020, Bd. 1), S. 241–277.&lt;br /&gt;
*{{Kapitälchen|Lenz}}, Alexandra N./{{Kapitälchen|Glauninger}}, Manfred M. (Hrsg.) (2015): &amp;#039;&amp;#039;Standarddeutsch im 21. Jahrhundert. Theoretische und empirische Ansätze mit einem Fokus auf Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Göttingen: V&amp;amp;R unipress (= Wiener Arbeiten zur Linguistik 1).&lt;br /&gt;
*{{Kapitälchen|Schneider-Wiejowski}}, Karina/{{Kapitälchen|Kellermeier-Rehbein}}, Birte/{{Kapitälchen|Haselhuber}}, Jakob (Hrsg.) (2013): &amp;#039;&amp;#039;Vielfalt, Variation und Stellung der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Berlin/Boston: de Gruyter.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Rothenha</name></author>
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